Astrolog-Archiv

(Bitte auf den jeweiligen Ausgaben-Block klicken, um die entsprechenden 20 Ausgaben anzuzeigen)
Artikel in grüner Farbe sind ohne Login zugänglich!
Ausgaben » [1-20] [21-40] [41-60] [61-80] [81-100] [101-120] [121-140] [141-160] [161-180] [181-200] [201-218] Aktuelle Ausgabe
• Suche (Autoren, Titel, etc.) » Inhaltsverzeichnis • Suche nach Begriffen in Artikeln »
Titel Ausgabe 6



Archiv-Übersicht
Nach oben Nach oben
Zurück Ausgabe 6 vom 19.02.1982 • Seite 19ohne Login!

• Grundwissen

Die Tierkreiszeichen. Fische – Widder

Louise Huber

Fische

Das Zeichen Fische ist das veränderliche Wasser-Zeichen im Zodiak. Deshalb sind auch die Gefühle stark ausgeprägt. Der Fischgeborene ist ein Fühltypus. Er kennt alle Nuancen der Gefühle, innere Bewegungen subtilster Art, die ihn sehr sensitiv und empfindsam machen, Es ist das Zeichen der Hingabe, Fische können sich mit allem identifizieren, das sie lieben. Oft verlieren sie sich in dieser hingebenden Liebe und tun alles, in fast unterwürfiger Selbstaufgabe, für den geliebten Menschen.

Das Fische-Symbol

Das Zeichen Fische gehört zu den dualen Zeichen. Sein Symbol besteht aus zwei, durch ein Band miteinander verbundenen Fischen oder Schalen. Die eine Schale stellt die Seele dar, die andere die Persönlichkeit oder die Form des Menschen. Die beiden Schalen sind während der Manifestationsperiode anemandergebunden durch eine Horizontale, den Lebensfaden oder dem Sutratma. Anfang und Ende, Leben und Tod, Mensch und Kosmos treffen sich hier.

Im Zeichen Fische sehnen wir uns nach einem Abschluss, nach Ruhe und Frieden, nach einem Land, das »unsere Sprache spricht«, nach unserer göttlichen Heimat zurück. Deshalb tritt in dieser Jahreszeit auch hin und wieder der Todeswunsch auf. Gleichzeitig sind aber die aufkeimenden Kräfte des kommenden Frühlings schon wirksam, die uns zu einem neuen Leben und zu einem Neubeginn hinführen wollen. In einem anderen Zusammenhang ist es das Zeichen der Rückkehr ms Vaterhaus, aus dem wir einstmals fortgegangen sind, von dem aus wir unseren Lebensweg begonnen haben. Es ist das Zeichen, wo sich in geheimnisvoller Weise Tod und Leben, Anfang und Ende berühren und das Alte sich mit dem Neuen verbindet. Wo die Zeichen Fische und Widder aneinander-stossen, ist auch der geheimnisvolle »Nullpunkt« des Zodiaks, jene Sphäre des Nichts, aus der wir einstmals hervorgegangen sind und zu der wir wieder zurückkehren. Auf dem Weg zurück trifft man viele andere, denen man von seiner eigenen Erfahrung berichtet und ihnen die Begeisterung, die Hingabe, den Verzicht und die Loslösung von der Gefangenschaft in der Materie nahebringt, damit auch sie den Weg zurück betreten können.

Der esoterische Saatgedanke lautet:

»Ich verlasse des Vaters Haus, und indem ich zurückkehre, erlöse ich«.


Widder

Das Zeichen Widder ist das erste Zeichen im Zodiak. Es ist das ICH-Zei-chen, in dem die ICH-Entfaltung beginnt und ein Manifestationszyklus eingeleitet wird. Es ist ein Feuerzeichen und gehört zum Kardinal-Kreuz, esoterisch dem Kreuz des Vaters, des Willens, der Allmacht. Hier tritt der Wille zum Leben auf, und damit ist der erste Schritt zur Inkarnation getan.

Das Widder-Symbol

Betrachten wir das Symbol des Zeichens Widder, so zeigt sich das beim Menschen auch im Gesicht. Die Augenbrauen mit dem oberen Nasenrücken bilden das Widder-Symbol. Es deutet auf ein ausgeprägtes Per-sönlichkeitsbewusstsem mit starker Durchsetzungskraft, Impulsivität und durchdringenden geistigen Fähigkeiten, Widder ist das Zeichen des Neubeginns und Neuwerdens. Das sehen wir auch in der Natur. Wir finden das

Widder-Symbol bei den Blütenknospen und Blättern, wenn sie aufgesprungen sind. Sie verkörpern neues Leben und den Beginn eines neuen Zyklus. Auch hier wird durch die innere, treibende Kraft äussere Umhüllung gesprengt, die Begrenzung durchstossen, um dem neuen Leben freien Raum zu schaffen.

Dieser Prozess des Durchstossens wird durch die dynamische Kraft des innewohnenden Willens im eigenen ICH ausgelöst. Sie kann sowohl zerstörend wie auch aufbauend wirken, je nachdem, wie man sie anwendet.

Bei einem Menschen mit Sonne im Zeichen Widder werden meist die kriegerischen, marsischen Eigenschaften vorherrschen, aber wenn er sich geistig entwickelt, wird sich allmählich der mässigende Einfluss des esoterischen Herrschers Merkur verstärken. Dadurch wird die Denkkraft mächtig. Es ist bei keinem Zeichen so ausgeprägt wie beim Widder, alles selbst eingeleitet, verursacht oder verschuldet zu haben, denn alles, was er denkt, drängt zur Manifestation, zur Verwirklichung. Nur er selbst kann Gedankenformen der Angst, der Depression oder Entmutigung mit der gleichen schöpferischen Kraft wieder auflösen, mit der er sie erbaut hat.

Merkur wird zum erleuchtenden Prinzip, der das Denken befreit. Er leitet den Menschen durch das Leben und befähigt ihn, seine Kampfkräfte für die Durchsetzung schöpferischer Ideen einzusetzen, die nicht nur seinem abgesonderten Ich Nutzen bringen, sondern einer grösstmöglichen Anzahl von Menschen.

Der esoterische Saatgedanke heisst:

«Ich trete hervor und von der Ebene des Denkens aus herrsche, ich».