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Titel Ausgabe 134



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• Mythologie

Mythologie – Venus-Ischtar-Isis-Aphrodite

Fritz Gehre

Unendlich, unaufhörlich setzen sich die Geschichten fort, wenn über die grosse Göttin der Liebe erzählt wird. Aus dieser Vielfalt kann ich natürlich nur einige Perlen herausnehmen. Ich möchte damit zeigen, wie sie in allen Völkern verehrt wurde, wie sie einerseits in die göttliche Welt hineingehört und andererseits in der menschlichen Welt bleiben darf.
Alte Kulturen Ischtar heisst die babylonische Göttin der Schönheit und der Liebe, die zugleich das blühende Erdreich und die mütterliche Fruchtbarkeit symbolisiert. Ischtar hat viele Funktionen, ob Mutterschaft oder Dirnenwesen, ob Krieg oder Liebe, ja sie nannte sich selbst «eine mitleidsvolle Kurtisane»; sie erschien bärtig wie eine bisexuelle Gottheit oder wie ein die Brüste zum Saugen anbietendes nacktes Weib. Als «Jungfrau» oder Jungfrau-Mutter, oder gar als heilige Jungfrau mied sie in ihren Liebschaften jede eheliche Bindung. Gilgamesch wies sie ab, denn er könne zu ihr kein Vertrauen haben, weil sie einst einem Löwen ihre Liebe geschenkt und ihn nachher niedergemacht hatte. Trotzdem: die Inbrunst der Babylonier in ihren Lobliedern auf Ischtar war ergreifend: «Ich flehe zu dir, Frau der Frauen, Göttin der Göttinnen, Ischtar, Königin aller Städte, Führerin aller Menschen. Du bist das Licht der Welt, du bist das Licht des Himmels, mächtige Tochter Sins... Erhaben ist deine Macht, oh Herrin, gepriesen bist du über alle Götter.»

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