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Titel Ausgabe 7



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Zurück Ausgabe 7 vom 20.04.1982 • Seite 25ohne Login!

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Mikrocomputer in der Astrologie

Peter Ruppel

Viele Astrologen - Anfänger wie Profis - haben sowas wie eine insgeheime ANGST VOR DEM COMPUTER... Aber der Computer kommt auf uns zu! Er bringt den Vorteil der SCHNELLIGKEIT und der verlässlichen, rechnerischen GENAUIGKEIT. Warum ihn nicht nutzen? Peter Ruppels Beitrag versucht, Sie mit unseren »dienstbaren Geistern der Zukunft« etwas vertrauter zu machen.

Wie teuer ist ein Computer heute?

In der ersten Hälfte der siebziger Jahre war der Einsatz eines Computers für Astrologie ausgenommen für eine Handvoll astrologischer Rechendienste – auf die wenigen mathematischen Genies beschränkt, die in einem Rechenzentrum arbeiteten oder sich sonstwie an einer Anlage Rechenzeit ergattern konnten. Darüber hinaus mussten sie noch programmieren können und genügend Zeit haben, um weltweit in Bibliotheken zu stöbern, um mathematische Formeln für Planetenbahnen und deren Störungsfaktoren aufzutreiben. Der Traum von einem Computer für den Durchschnittsastrologen lag damals noch in weiter Ferne.

Im Jahre 1969 war die sogenannte Halbleitertechnik soweit entwickelt, dass man auf einem kleinen Chip (Silikonscheibe von ca. 5x5 mm Seitenlänge) Tausende von Transistoren und anderen elektrischen Komponenten durch einen chemischen Prozess auftragen konnte. Mit dieser Technik der Integration in grossem Ausmass (LSI = Large Scale Integration) wurde es möglich, elektronische Rechner zu bauen, die nicht mehr einen extra Raum mit Klimaanlage und aufwendiger Elektroverkabelung benötigten, sondern in einer kleinen Reiseschreibmaschine Platz fanden. Aber diese Computer gab es noch nicht im Spätherbst des Jahres 1969, als die amerikanische Firma Intel den Auftrag erhielt, einen Mikroprozessor in der LSI-Technik zu entwickeln. Anfang des Jahres 1971 war der Mikroprozessor fertig zur Herstellung.

Einige Monate nach der Auftragserteilung zur Entwicklung des Mikroprozessors ging der Neptun in den Schützen (Januar 1970) und einige Monate nach dem zweiten und endgültigen Eintritt in den Schützen (November 1970) war die Entwicklung abgeschlossen, Der Mikroprozessor ist gleichsam das Vehikel des Neptuns für seine Tätigkeit als grenzüberschreitendes und eindringendes Prinzip, das jetzt im Schützen und somit durch ein neues Wissen und eine neue Technologie sich auswirkt.

Aber die Mühlen des Neptun mahlen langsam, und so dauerte es noch. 1976 erschien der erste Mikrocomputer auf dem Markt. Ein Mikrocomputer ist ein Mikroprozessor mit einem Arbeitsspeicher und einem Ein- und Ausgabegerät für Daten. Ob die Unterwanderung des Neptun sich auf »Gedeih oder Verderb« (so der Titel der Studie über Mikroprozessoren an den Club of Rom) auswirken wird, hängt wieder einmal von der freien Entscheidung des Menschen ab.

Heute, 1982, gibt es für 1000 Dollar schon ordentliche Mikrocomputer (jedoch ohne Peripheriegeräte), für die gleiche Leistung musste man in den sechziger Jahren 5000 Dollar Monatsmiete (in Worten: fünftausend) hinblättern. Auf Grund dieser sensationellen Preisentwicklung werden diese Computer immer mehr für Hobby und im Heim angewendet, und in der Industrie haben Sachbearbeiter und Manager einen »persönlichen« Computer. Deshalb wird der Mikrocomputer auch als Heim-, Hobby- oder Personal-Computer bezeichnet.

Was kann ein Mikrocomputer für die Astrologie leisten?

Nachdem die Preisbarriere durch die neue Technologie durchbrochen wurde, blieb noch die Frage zu beantworten, ob es für diese Computer geeignete Programme gab, um den Computereinsatz für astrologische Zwecke zu ermöglichen. Wie der menschliche Körper nur mittels einer Seele reagieren und handeln kann, so benötigt der Computer für alle Tätigkeiten eine »Software« (Programm). Der Computer wird vom Hersteller mit einer »Systemsoftware« geliefert, die es ermöglicht, den Computer in Betrieb zu setzen und mit ihm zu arbeiten. Die Systemsoftware beinhaltet unter anderem auch den Übersetzer (Interpreter), der den Computer fähig macht, die Sprache (meist Basic), in der man sich mit ihm unterhält, zu verstehen. Für die eigentlichen Aufgaben, für die man den Computer verwenden will, zum Beispiel eine Lohnabrechnung oder eben eine Horoskopberechnung, benötigt man immer noch ein spezielles Programm (Anwendersoftware).

Mit der Anwendersoftware befassen sich die Computerhersteller fast nicht, diese wird von unabhängigen Softwarefirmen oder Privatpersonen entwickelt und angeboten. Die Kosten für die Anwendersoftware können leicht die Anschaffungskosten für die Hardware erreichen oder sogar übersteigen. Weiterhin sollte man nicht vergessen, dass Software auch gepflegt und gewartet werden muss oder auch einmal auf den neuesten Stand (update) gebracht werden sollte. Alles oft nicht eingeplante Kosten. Nicht umsonst spricht man von einer Softwarekrise, weil diese das schwächste Glied in der Kette ist und die Nützlichkeit des Computers bestimmt. Die Entscheidung für den Kauf eines Computers wird fast ausschliesslich von der vorhandenen Software bestimmt. Eine Anwendersoftware wird immer für einen bestimmten Computer mit einer bestimmten Speicherkapazität und einer bestimmten Pheripherie entwickelt, und ist oft nicht, oder nur unter aufwendiger Konvertierung, auf einem anderen System zu benutzen.

Die Software für die astrologische Anwendung lässt sich in die drei folgenden Kategorien einteilen:

1. Berechnung von Planetenständen, Häuserspitzen, Aspekten, Mittelpunkten, Alterspunkten usw.

2. Zeichnerische Darstellung von Horoskopen

3. Deutung von Horoskopen

Für alle drei Aufgabengebiete braucht es gesonderte Software und unterschiedliche Hardwaresysteme (Geräte). Im restlichen Teil dieses Artikels wird die Anwendung von Mikrocomputern auf diesen drei Gebieten kurz geschildert, wobei die. einzelnen Komponenten des Mikrocomputers und die Peripheriegeräte kurz besprochen werden.

Astrologische Berechnungen

Dies ist die ureigenste Domäne des Computers und ein guter Programmierer und Astrologe kann hier recht ordentliche Programme erstellen, mit einer Ausnahme, nämlich der Berechnung der Gestirnsstände.

Die gegenseitige Gravitationswirkung der Planeten verursacht eine erhebliche Abweichung vom elliptischen Bahnumlauf. Hierdurch werden Störungsrechnungen nötig, die von Mikrocomputern nicht ohne weiteres durchgeführt werden können. Der amerikanische Astronom und Mathematiker James Neely hat eine Näherungslösung gefunden, mit der auch auf Mikrocomputern mit kleiner und mittlerer Speicherkapazität (8 K oder 16 K Bytes) Ephemeridenberechnungen mit einer Genauigkeit von mindestens einer Bogenminute errechnet werden können. Je weiter man jedoch in die Vergangenheit (etwa vor 1900) zurückgeht, desto grösser werden die Abweichungen und die Toleranz von einer Bogenminute wird nicht mehr eingehalten. Aber mit den grösseren Mikrocomputern (48 K oder 64 K Bytes) lässt sich sogar die Genauigkeit auf Bogensekunden und dies selbst für das 18. Jahrhundert erzielen.

Die Berechnung sämtlicher astrologischer Methoden werden ohne Schwierigkeiten von Mikrocomputern erbracht, vielleicht - wenn der Computer gar zu »klein« ist - müssen Sie ein paar Bedienungsgriffe mehr durchführen und zwei bis drei Minuten länger warten, So hat zum Beispiel zur Berechnung der Planeten (heliozentrische und geozentrische Länge und Deklinationen) und der Häuserspitzen in der Abbildung l ein Apple II plus (mit 48 KB) etwa l Minute gebraucht. Zum Berechnen und Sortieren der Aspekte und sämtlicher Schnittpunkte (78 Stück zwischen 10 Planeten, Mondknoten, MC und AC) wurden allerdings nochmals 3 Minuten benötigt. Das Sortierprogramm war in Basic, kann jedoch durch Programmierung in Maschinensprache auf einige Sekunden reduziert werden. Dieses Programm ist von der Firma Matrix, deren Gründer Michael Erlewine durch seine Softwareprogramme zur Anwendung des Mikrocomputers in der Astrologie viel beigetragen hat. Als astrologisch nicht unbedeutend sollte man erwähnen, dass Erlewine einen Schütze-Aszendenten hat und der Neptun bei ihm genau am Medium Coeli steht.

Darstellung von Horoskopen

Die Ausgabe von Daten oder graphischen Darstellungen erfolgt grundsätzlich auf einem Bildschirm. Bei einigen Computern lässt sich sogar ein normales Fernsehgerät mittels eines HF-Modulators anschliessen. Für den Astrologen wäre es vor allem wichtig, die Ergebnisse in einer greifbaren Form (hardcopy) zu besitzen. Hierzu benötigt man zusätzlich einen Druk-ker oder Plotter als peripheres Gerät. Zunächst zum Plotter.

Dies ist ein Gerät, das mit einem oder mehreren farbigen Stiften (durch den Computer gesteuert) zeichnet. An sich die ideale Lösung, um Horoskope zu zeichnen. Nur waren diese Geräte bis vor kurzem nicht unter 5000 Dollar zu haben. Seit kurzer Zeit gibt es jedoch einige Geräte vor allem aus Japan, die speziell auf die Mikrocomputer abgestimmt sind und in der Preisklasse ab 1200 Dollar liegen. Zur Zeit wird geprüft, ob eine Horoskopzeichnung in vernünftiger Zeit und bei vertretbaren Softwarekosten auf einem Watanabe-Plotter durchgeführt werden kann. Die Alternative zum Plotter und für die nächste Zeit auch noch bei weitem die günstigste ist der Matrixdrucker. Bei diesen Druckern bestehen die Buchstaben und Zeichen nicht aus einer festen Type wie bei einer Schreibmaschine, sondern die Zeichen werden aus einer Punkte-Matrix (meist 5x5 oder 9x9) aufgebaut. Die Buchstaben sind zwar nicht so schön wie die von einer Type gedruckten, dafür lässt sich aber jeder Punkt einzel vom Computer ansteuern und somit kann man zeichnerische Darstellungen drucken.

Das in Abbildung l aufgeführte Horoskop des Autors ist mit einem Matrixdrucker ausgedruckt worden. Diese für uns in Europa etwas fremd wirkende Darstellung ist die in Amerika fast ausschliesslich gebräuchliche »Mandala«-Form. Bei diesem Speichenrad ist der Abstand der Hausspitzen immer 30 Grad, und am Schnittpunkt der Speichen mit dem Kreis wird die ekliptikale Länge der Hausspitze eingetragen. Die Planeten werden in die Zwischenräume der jeweiligen Hausspitzen mit ihrem Wert eingetragen. Diese Methode ist sehr schnell und ohne grossen Aufwand an Formularen durchführbar. Sie hat jedoch den Nachteil, dass eine gestalthafte Wahrnehmung des Horoskopes nicht möglich ist, noch viel weniger ein Erkennen von Aspekten oder gar Aspektfiguren. Mit dieser Computerdarstellung ist man in Amerika vollauf zufrieden, da der durchschnittliche amerikanische Astrologe sowieso keine andere Darstellungsform kennt.

Bei uns hier in Europa genügt jedoch diese Form nicht den Ansprüchen, und so wurde vor allem hier und nicht in den USA an Softwareentwicklungen gearbeitet, um mit einem Matrixdrucker ein Horoskop in der uns gebräuchlichen Darstellungsform zu drucken. Die in der Schweiz ansässige Firma Borg Software dürfte darin die grösste Erfahrung haben.

Bei der Untersuchung der Einsatzmöglichkeit des Computers für die Horoskopdeutung müssen wir uns mit einer weiteren Art der penpheren Geräte befassen, nämlich den externen Massenspeichern.

Den meisten Astrologen stehen zunächst einmal die Haare zu Berge, wenn sie von Computerdeutung hören. Sofort wird dies als Kochbuchmethode abgewertet. Allerdings ein Menü nach einem guten Kochbuch zubereitet ist oft besser, als ein fehlgeschlagener Eigenbau. Meiner Meinung nach sollte man das Urteil hier über noch etwas zurückstellen, bis man mehr Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Oder ist die schnelle Ablehnung nicht sogar eine unterbewusste Angst vor dem Verdrängungswettbewerb durch den Computer?

Diese Art des Computereinsatzes läuft unter dem Begriff Textverarbeitung (Word processmg). In der gewerblichen Wirtschaft feiert die Textverarbeitung durch Mikrocomputer einen unvorstellbaren Siegeszug und die Schreibmaschinen, die nicht an einem Computer hängen, wird man bald zählen können, Alle nur gewünschte Software auch zu erschwinglichen Preisen ist hier vorhanden.

Was soll man tun?

Die Astrologie und der Astrologe werden oft durch den Uranus angedeutet, da nun aber der Uranus seit November 1981 auch in den Schützen eingetreten ist, bleibt dem Astrologen (Uranus) nichts anderes übrig, als sich mit dem neuen Wissen (Schützen) zu befassen. Dem Planetenprinzip wird ja oft schon genüge getan, wenn man sich geistig mit ihm auseinandersetzt, und es muss nicht immer zu einem konkreten Ereignis (Anschaffung eines Gerätes) kommen. Die Mikroelektronik ist auch ein Kind des Uranus. Neptun war für die weite Verbreitung zuständig. Beide zusammen sorgen dafür, dass es ständig neue Überraschungen und Sensationen gibt. Wenn Sie heute einen Computer kaufen, kann es sein, dass Sie morgen etwas Besseres und gleichzeitig Billigeres finden. Aber dies sollte niemand von einer Anschaffung abhalten, denn man verzichtet dadurch auch auf einen grossen Nutzen und eine Menge Spass.

Info für Einsteiger

Im Folgenden wollen wir Namen und Adressen nennen, damit sowohl ein Fortgeschrittener als auch ein Neuling sich weiter vorarbeiten kann. Ein solcher Versuch muss in einer sich überstürzenden Entwicklung zwangsläufig unvollständig sein, und wird auch schnell veralten. Sollten Sie Anregungen oder Ergänzungen haben, so teilen Sie uns diese bitte mit. Wir werden sie dann weiterreichen. Die Informationen werden unter den folgenden Themenkreisen zusammengefasst:

1. Hardware-Hersteller

2. Software-Anbieter

3. Bücher

4. Zeitschriften

Hardware-Hersteller

Das riesige Feld der Mikrocomputer-Hersteller wird von drei amerikanischen Firmen angeführt: Commoöore, ein ehemaliger Büroma-schmenhersteller; Apple, die 1977 von zwei begeisterten Computer-Bastlern gegründet wurde; Tandy Radio Shack, die aus der Radiobranche kommt. Dann mit weitem Abstand (alles natürlich quantitativ hinsichtlich der ausgelieferten Stückzahlen) hebt sich noch die Firma Atari ab, die sich vorallem m USA durch Fernsehspiele einen Namen gemacht hat, ehe sie Computer herstellte. Obwohl die Anzahl der gelieferten Computer kein Qualitätsmerkmal ist, ist sie dennoch wichtig, denn davon hängt es ab, ob sich genügend Firmen engagieren, um Software für diesen Computer zu entwik-keln und ob die Peripherie-Hersteller ihre Geräte auf den Computer abstimmen und passende Schnittstellen (Interfaces) entwickeln.

Man kann sagen, dass es für alle oben genannten Hersteller auch mehrere Programme für astrologische Anwendungen gibt. Von den grossen Computerherstellern ist nur die Firma Hewlett-Packard mit ihrem Rechner HP 85 auf dem Mikrocomputer-Markt vertreten, für den es auch astrologische Software gibt. In letzter Zeit hat sich bei den grösseren Systemen, die gleich mit zwei Diskettenlaufwerken ausgestattet sind, immer mehr das Betriebssystem CP/M (von Digital Research, einem Software-Haus), durchgesetzt. Hierdurch wird die Software vom Computer unabhängig und kann auf verschiedenen Systemen laufen, sofern sie das Betriebssystem CP/M haben. (In diese Erwartungen hat die Firma IBM einen Wermutstropfen gegossen, da sie jetzt auch mit einem Personal Computer auf dem Markt ist, der nicht das Betriebssystem CP/M verwendet.) Bald werden auch die japanischen Firmen in ihrer gewohnten Manie in den Mikrocomputermarkt eindringen. Namen wie Sharp, Sord oder NEC (Nippon Electronic) werden hier ein wichtiges Wort mitreden.

Software-Anbieter

Hier gibt es fast nur Amerikaner. Die Europäer - ich spreche hier nur von den deutschsprachigen Firmen - sind gerade dabei, ihre Tore zu öffnen. In Amerika gibt es an sich auch nur zwei Lieferanten, nämlich Matrix Software (3-1) und Astro-Graphic Services (3-2), eine Gründung von Rob Hand, der auch bei uns durch seine Deutungsbücher (Planets in Transit und Planets in Composite) bekannt ist. Sowohl Matrix als auch Astro-Graphic haben ein umfangreiches Angebot für alle oben genannten Computer-Systeme. Die »American Federation of Astrologers« (3-3) bietet auch Programme an, diese sind aber keine Eigenentwicklung, sondern stammen von Matrix. In Deutschland bietet Landscheid (3-4) astrologische Programme an. Diese sind teilweise von ihm selbst oder von Matrix geschrieben worden.

Jedoch sind diese Programme leider nur für den Commodore. Weiterhin wurde in Deutschland von Gerhard Vehns (3-5) für Apple Computer oder den ITT 2020 ein sehr umfassendes Programm entwik-kelt, das sich vorallem gut zum Arbeiten am Bildschirm eignet und auch für statistische Auswertungen von Horoskopen verwendet werden kann. Weiterhin hat die Schweizer Firma Borg Software (3-6) ein Astrologie-Programm für den VC 20 von Commodore kurz vor der Fertigstellung. Die Software von Borg wird am OARCA-Kongress in München vom 13.-16. Mai 1982 vorgestellt. Der VC 20 ist zur Zeit der preisgünstigste Mikrocomputer. Die Firma Astro Computer Service in München (3-7) entwickelt keine eigene Software, sondern vertreibt die Borg-Software. Als Abrundung nach unten müssen auch die programmierbaren Taschenrechner genannt werden. Mit diesen kann man zwar keine Gestirnsstände berechnen, aber sonst alles, was man sich als Astrologe nur wünschen kann, von modernen Techniken bis hin zu den Primärdirektionen. Für den Casio 602 Rechner z. B. hat Dostal (3-8) ein ausgezeichnetes Programm entwickelt.

Wer noch mehr wissen will

Bücher

Wenn für Sie alles Neuland ist, dann lesen Sie doch einmal ein allgemeines Einführungsbuch z.B. von Rodnay Zaks (1-1) oder ein etwas anspruchsvolleres von dem amerikanischen Mikrocomputer-Nestor Adam Osborn (1-2), von dem auch das Standardwerk »Einführung in die Mikrocomputertechnik« ist. Als nächstes sollten Sie sich etwas mit den Hardware-Komponenten befassen und sich dazu einen Produktevergleich anschauen wie z. B. das Jahrbuch Harald Schumny (1-3) oder das Buch von Michael Pauly (1-4), welches auch die einzelnen Peri-phenegerate recht gut beschreibt. Als nächstes könnten Sie etwas in die Programmiersprache Basic hineinriechen. Für die Computeran-Wendung in der Astrologie muss man nicht unbedingt programmieren können, man ist dann aber sehr hilflos und dabei ist es gar nicht schwer. Englisch-Kenntnisse helfen fast mehr als Mathematik: Gute Bücher gibt es hier genügend und jeder Hersteller liefert auch ein Basic-Einführungslehrbuch mit seinem Computer, das natürlich auf das spezielle Basic des Herstellers abgestimmt ist.

Die Sprache Basic hat sich in viele Dialekte aufgespalten, die sich aber ziemlich ähnlich sind. Als allgemeine Einführung könnte man das Buch von Schneider (1-5) oder das Buch in Form einer programmierten Unterweisung von Hamann (1-6) nennen. Auch ein Lehrkurs direkt am Computer über den Computer ist eine gute Möglichkeit (1-7). Und wollen Sie sogar selbst in die Programmierung für Astrologie einsteigen, ist das Buch von Erlewine (1-8) ein unentbehrliches Manual.

Zeitschriften

Nicht nur um auf dem neuesten Stand zu bleiben, sondern auch zu erfahren, was man alles aus dem Computer herausholen kann und wie man ihn ausbaut, sollte man unbedingt die eine oder auch die andere Computer-Zeitschrift lesen. Nur für Mikrocomputer und in deutscher Sprache gibt es ein recht umfangreiches Sortiment. Angefangen mit Chip (2-1) über Elcomp (2-2) und die MC Mikrocomputer Zeitung (2-3) bis hin zu einer amerikanischen Zeitung »Interface Age« (2-4), die in Deutschland mit eigener Redaktion herauskommt. Das jüngste Kind ist »Computer Persönlich« (2-5), eine Zeitschrift, die seit Februar dieses Jahres erscheint und in deren Redaktionsstab ein voll ausgewachsener Astrologe sitzt, der gleichviel von Astrologie und Computern versteht. Die Leitung dieser Zeitschrift ist der Astrologie gegenüber sehr positiv eingestellt, so dass man in diesem Blatt einiges über Computeranwendung in der Astrologie finden wird.

Und zum Schluss noch eine Zeitschrift für die, die ganz tief in die astrologische Programmierung eindringen wollen, sollen unbedingt das Matrix Magazin (2-9) lesen. Dieses Magazin wurde schon 1977 von Michael Erlewine gegründet und die bis jetzt herausgekommenen 8 Nummern sind alle noch zum Preis von Dollar 5.- pro Nummer zu haben.

O Anmerkungen

(1-1) Rodny Zaks, Your First Computer, Sybex, USA

(1-2) Adam Osborn, Mikrocomputer-Grundwissen, te-wi Verlag, München

(1-3) Harald Schumny, Taschenrechner und Mikrocomputer Jahrbuch 1982, Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden

(1-4) Michael Pauly, Hardware-Auswahl leicht gemacht, Markt & Technik Verlag,Haar bei München

(1-5) Wolfgang Schneider, Einführung in Basic, Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden

(1-6) Günter O. Hamann, Lerne Basic mit dem VC 20, Deutscher BetriebswirteVerlag

(1-7) P. Christiani, Kompaktkurs Basic, Christiani Verlag, Konstanz

(1-8) Michael Erlewme, Astrological Programming Manual, Matrix Software, Grand Rapids, USA

(2-1) Chip, Das Mikrocomputer Fachmagazin, Vogel Verlag, Würzburg

(2-2) Elcomp, Fachzeitschrift für Mikrocomputer, Hofacker Verlag, Holzkirchen

(2-3) MC, Die Mikrocomputer Zeitung, Franzis Verlag, München

(2-4) Interface Age, Magazin, Verlags GmbH, Haar bei München

(2-5) Computer Persönlich, Personal Computer für die Praxis, Markt & Technik Verlag, Haar bei München

(2-6) User Magazin, Apple User Group Europe e.V., Hackstückstr. 11, 4320 Hattmgen 15

(2-7) Hobby + Kleincomputer, Zeitschrift des Schweizer Computerclubs,Seeburgstr. 18, 6002 Luzern

(2-8) Computer Journal, Computer-Praxis für Commodore-Anwender, Markt & Technik Verlag, Haar bei München

(2-9) Matrix Magazin, Matrix Software, Big Ra-pids. Michigan, USA

(3-1) Matrix Software, 315 Marion Ave., Big Ra-pids. Michigan 49307, USA

(3-2) Astro-Craphics Services, P.O. Box 28, Orleans. Massachusetts 02653, USA

(3-3) American Federation of Astrologers, Inc., PO Box 22040, Tempe, Arizona 85282, USA

(3-4) Christiane Landscheid, Im Dorfe 14, 2804 Lüienthal (D)

(3-5) Gerhard Vehns, Waldstr. 87, 75 Karlsruhe

(3-6) Borg Software. Lohwiesstr. 30, 8123 Ebmatingen (CH)

(3-7) Astro Computer Service, Haseneystr. 47, 8000 München 70

(3-8) Egmont R Dostal, Verlag astrologischer Lehr- und Arbeitsmittel, Fauststr. 44a, 8800 München 82