Astrolog-Archiv

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Titel Ausgabe 154



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• Astrologie & Philosophie

Tanz – Die Veredelung des Motivs

Regine Blum

Der Tanz ist die älteste und elementarste Form der spirituellen Äusserung. Er ist Magie als getanztes Ritual. Als wesentliches Merkmal körperlicher Ausdrucksmöglichkeiten gehörte der Tanz zum Alltag der Stammesgesellschaften. Tanzbilder in steinzeitlichen
Höhlen weisen auf die grundlegenden gesellschaftlichen Funktionen des Tanzes hin.
In der Kultur Ägyptens, zwischen 1600 und 1200 v. Chr., verschwand das kultische Ritual aus dem gesellschaftlichen Leben. Das kultisch-ekstatische Element wurde aus dem Tanz ausgegrenzt und auf die Tänzerinnen projiziert. Erstmals bildete sich in der ägyptischen Gesellschaft eine professionelle Tanzkunst heraus und wurde von Berufstänzern ausgeführt.
Im Verlauf des abendländischen Zivilisationprozesses und der Entstehung der bürgerlich-industriellen Gesellschaft bildete die Desintegration des Körperlichen ein wesentliches Merkmal. Um den neuen Lebensbedingungen gewachsen zu sein, die dem Einzelnen
ein hohes Mass an Selbstkontrolle aufnötigten, ging es nun nicht mehr um die Sprache des Körpers, sondern um seine Ökonomie und Effizienz.

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