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Titel Ausgabe 9



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Zurück Ausgabe 9 vom 23.08.1982 • Seite 15ohne Login!

• Grundwissen

Die Mondknoten, Teil 2

Louise Huber

Im 6. Haus

Steht der Mondknoten im 6. Haus, dann ist es im Horoskop die Existenzachse 6/12, die durch die Mondknotenlmie aktiviert wird. Das bedeutet, dass wir uns manchmal über Gebühr um das tägliche Brot ängstigen und voll im Existenzkampf eingespannt sind; dann wieder beschäftigen uns tiefere Fragen des Lebens im philosophischen oder religiösen Sinne, und wir sind unzufrieden mit dem, was wir gerade tun.

Der aufsteigende Mondknoten als Aufstiegspunkt verlangt im 6. Haus, dass wir unsere Marktlücke finden, das heisst einen Arbeitsplatz, der genau auf uns zugeschnitten ist und unseren Fähigkeiten entspricht. Wenn wir am falschen Platz sitzen und nicht die richtige Arbeit tun, dann sollen wir uns die Arbeit suchen, die für uns entweder eine Berufung im geistigen Sinne bedeutet oder wo wir das Gefühl haben, hier werden wir gebraucht. Häufig sind es Berufe, die im sozialen Bereich liegen und eine Dienstleistung beinhalten, die eine Befriedigung bringen.

Manchmal müssen wir auch bescheidener werden, wenn wir unsere Leistungen überschätzen. Dann ist es wichtig, sich auf eine einzige Fähigkeit zu beschränken, die wir sicher in der Hand haben, auch wenn wir denken, sie liegt unter unserer Würde.

Der gegenüberliegende absteigende Mondknoten im 12. Haus (Fische), dem Haus der Absonderung und Innenkehr, stellt den Weg nach rückwärts dar. Dies bedeutet einen Drang sich zurückzuziehen, wenn es schwierig oder anstrengend wird. Um uns Übergrossen Belastungen zu entziehen, neigen wir auch dazu, krank zu werden. Obwohl uns das eine vorübergehende Erleichterung bringt, werden die Aufgaben uns nachher umso stärker fordern. Erst wenn wir unsere Arbeit getan, unsere Pflichten erfüllt haben, dürfen wir uns der wohlverdienten Ruhe hingeben. Der Fallstrick ist hier neben Selbstmitleid die Flucht ms Irrationale oder in phantastische Vorstellungen des eigenen Ichs. Wenn uns solche Gefühle überfallen, sollen wir uns rasch wieder den Realitäten des Lebens zuwenden und »flink und fröhlich die nächstliegende Pflicht erfüllen«.

Leitsatz:

Der Aufstieg wird schliesslich durch den persönlichen Einsatz bei der Arbeit erworben, durch das Dienen für viele und vielerlei, nachdem das Verlangen nach Absonderung und Einsamkeit ganz aufgegeben worden ist.

Im 7. Haus

Mit dem Mondknoten im 7. Haus, dem Haus der Partnerschaft, ist eine echte Zuwendung zum Du gefragt. Es kann der Partner fürs Leben sein oder ein Mensch, dem wir uns persönlich verpflichtet fühlen. Wenn wir uns um das Du, um den anderen Menschen kümmern, dann erhalten wir auch die Unterstützung zurück. Wenn wir nicht bereit sind etwas zu geben, dann gehen auch wir mit leeren Händen aus. Hier ist das Gesetz des Ausgleichs gültig im Sinne »Wie Du mir, so ich Dir«. Deshalb sollten wir vom anderen nie mehr erwarten, als wir selbst bereit sind zu geben. Oberflächliche Kontakte bringen nicht viel, wir müssen uns in einem ganz persönlichen Sinne dem anderen Menschen zuwenden und bereit sein, Verbindlichkeiten einzugehen, Versprechungen einzuhalten. Diese werden sich auf beiden Seiten fruchtbar auswirken. Deshalb sollen wir mit dem Mondknoten im 7. Haus immer darauf bedacht sein, dass Gerechtigkeit oder Gleichberechtigung in allen Beziehungen herrscht. Der absteigende Mondknoten im gegenüberliegenden 1. Haus (Widder), dem Haus der Ichbildung, bringt einen Rückschritt in der Entwicklung, wenn wir zu sehr auf unser eigenes Ich konzentriert sind und das Wohl des anderen nicht im Auge behalten.

Egoistische Bestrebungen werden meistens durch den Partner vereitelt und rufen manchmal einen scheinbar unbegründeten heftigen Widerstand hervor. Auch wenn wir auf eigene Rechte pochen, entstehen Beziehungsstörungen und Konflikte mit dem DU. Mit dem Mondknoten im 7. Haus sollen wir liebend und sensitiv darum bemüht sein zu erfahren, was dem anderen gut tut, was für das DU nützlich ist. Bei Konflikten braucht es sowohl Selbstüberwindung wie auch Fingerspitzengefühl, um die Toleranzgrenzen des anderen nicht zu verletzen und um die Harmonie wieder herzustellen. Meistens müssen wir den ersten Schritt tun, eigene Wünsche zurückstellen und dem Du Verständnis entgegenbringen. Wenn uns das nicht gelingt, stehen wir schlussendlich alleine da, ohne Liebe, unverstanden und einsam.

Leitsatz:

Der Aufstieg wird im vollkommenen Aufgehen bei gemeinschaftlicher Arbeit, Ehe und Partnerschaft gefunden, nachdem von allem Egoismus und aller Eigen-Pnorität abgesehen worden ist.