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Titel Ausgabe 11



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Zurück Ausgabe 11 vom 22.12.1982 • Seite 16ohne Login!

• Unser Zodiak

Unser Zodiak. Der Stern von Bethlehem

Bruno Huber

Seit Jahrhunderten rätseln die Fachleute - kirchliche wie akademische -wie dieser Stern wohl zu erklären sei, Zumeist aber recht fruchtlos, denn die Bibel als alleinige Quelle gibt nicht genügend Auskunft. Und die Geschichtsschreibung schweigt sich aus über den Stern.

Im siebzehnten Jahrhundert gab ein Astronom (Johannes Keppler) eine erste rationale Erklärung. Er führte das Phänomen dieses als ausserordentlich hell bezeichneten Sternes auf ein seltenes astronomisches Schauspiel zurück: die GROSSE KONJUNKTION, d. h. eine dreifache Konjunktion der Planeten JUPITER und SATURN.

Eine solche, in sehr langen und unregelmässigen Abständen vorkommende Konstellation, fand im Jahre 6 vor Christus statt!

Irrt da die Bibel - oder Keppler? Keppler hat recht gut gerechnet: die drei Konjunktionen fanden tatsächlich statt, und zwar am 24. Mai, 1. Oktober und 30. November des Jahres 6 v. Chr. Die Bibel hat ja unsere christliche Zeitrechnung nicht gemacht, sondern die Kalendermacher, die das Jahr Null auf Christi Geburt setzten. Und sie haben sich verrechnet. Nach heutiger Geschichtsauffassung muss Jesus von Nazareth im Jahre 6 oder 7 v. Chr. geboren worden sein. Keppler hatte also - ohne die Bibel ins Unrecht zu setzen - doch recht! Wenn nun also diese Daten stimmen, dann könnte man ja das Horoskop von Christi Geburt erstellen. Ich habe das für Sie getan, und möchte sie Ihnen hier vorlegen.

Selbstverständlich verbleiben Unsicherheiten. Wie können wir zum Beispiel wissen, ob uns Christus den Gefallen getan hat, genau an einem der Tage der genauen Konjunktion geboren zu sein? Und von der Geburtszeit wissen wir ausser Spekulationen auch nichts; also keine Häuser!

Trotzdem, so scheint mir, mag die Betrachtung, ob Jesus mehr dem Stier oder dem Schützehoroskop entsprechen könnte, eine der Weihnachtszeit adäquate Reflexion ergeben.

Ein Gedanke, den ich grad so beim Schreiben hatte, könnte es nicht z B. so sein, dass die drei Weisen bei der ersten Einsicht des »Sternes« im Mai sich auf den Weg machten, um dann bei der dritten Wiederkehr der Konstellation im November in Bethlehem anzukommen. Sie kamen mit Sicherheit aus Babylon - und das sind an die 1000 Kilometer.