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Titel Ausgabe 13



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Zurück Ausgabe 13 vom 20.04.1983 • Seite 16ohne Login!

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Unser Zodiak

Bruno Huber

... und was läuft am Himmel?

Nicht allzuviel, könnte man sagen. Aber dafür interessantes! Merkur und Mars sind zu nahe an der Sonne, um zur Zeit beobachtet werden zu können. Aber z. B. die VENUS ist jetzt ABENDSTERN, und leuchtet in der Berichtsperiode zunehmend länger und heller in die Nacht hinein. Sie ist im Mai und Juni - dank Sommerzeit - bis gegen 1 Uhr im Westen zu sehen. Mit einem Feldstecher kann man jetzt schön ihre »Halbmond-Gestalt« erkennen. Mitte Juli erst wird sie ihre grösste Helligkeit erreichen.

SATURN beendet jetzt langsam die Periode seiner »mageren Jahre« (siehe Astrolog Nr. 3); sein Ring wird wieder gut sichtbar (ca. 15 Grad Neigung zur Zeit). Ausserdem ist er am 21. April in die Opposition zur Sonne gelaufen, ist also in Erdnähe und fast die ganze Nacht am Himmel zu sehen. Beides sind Vorzugsbedingungen für die Beobachtung. Er geht am Osthorizont auf, wenn die Sonne untergeht. Mit einem 20-bis 30-fachen Handfernrohr sind die Ringe besonders schön zu sehen.

JUPITER und URANUS kommen am 14. und 15. Mai in exakte KONJUNKTION miteinander auf 7 Grad 40 Minuten SCHÜTZE. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, einmal Uranus mit eigenen

Augen zu sehen. Jetzt ist eine der seltenen Gelegenheiten wo man ihn mit Hilfe eines helleren Planeten leicht finden kann. Jupiter steht, von Auge nach Mitternacht gut sichtbar, zwischen den beiden auffälligen Konstellationen SKORPION und SCHÜTZE tief über dem Südhorizont. Nur 1°30 senkrecht darunter (das ist bei aussgestrecktem Arm ca. eine Fingerbreite) ist der Uranus zu finden. Ein etwas lichtstarker Feldstecher (z. B. 10x30) genügt um den lichtschwachen Planeten auszumachen. Er liegt gerade unter der Sehschwelle des unbewaffneten Auges.

Und wenn Sie sich schon den starken Feldstecher vom Nachbarn ausborgen, vergessen Sie nicht, auch gleich die vier JUPITERMONDE zu beobachten.

Und noch ein Leckerbissen für astronomische Feinschmecker: Am 26. Mai bedeckt der vorbeiziehende Vollmond den Jupiter für ungefähr 50 Minuten. Um ca. 21. Uhr 38 Minuten verschwindet der Jupiter hinter dem »linken« Mondrand und taucht erst wieder ab 22 Uhr 25 Minuten auf der anderen Seite auf. Die Zeiten varieren etwas mit der nördlichen Breite Ihres Wohnortes. Ein Feldstecher oder gar Fernrohr lohnt sich, obwohl man den Vorgang auch mit »nacktem« Auge verfolgen kann.

Gut Auge