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Titel Ausgabe 13



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Zurück Ausgabe 13 vom 20.04.1983 • Seite 21ohne Login!

• Grundwissen

Die Mondknoten, Teil 6

Louise Huber

In der letzten Nummer sind wir mit der Beschreibung des Mondknotens in den zwölf Häusern fertig geworden. Wir werden uns in dieser Rubrik weiterhin mit der Bedeutung des Mondknotens im individuellen Horoskop beschäftigen, und zwar mit seiner Wirkung in den zwölf Tierkreiszeichen.

Aus seiner Stellung in den Häusern konnten wir erkennen, was wir tun müssen, um geistig weiterzuwachsen; aus seiner Stellung in den Zeichen können wir ableiten, welche Grundausrüstung zur Weiterentwicklung wir mitgebracht haben, welche Motivationsund Willenskräfte uns zur Verfügung stehen, den geistigen Aufstieg zu verwirklichen. Dabei gehen wir davon aus, dass die Tierkreiszeichen unsere Anlagen oder Erbfaktoren und die Häuser unsere Umwelt und unsere praktischen Möglichkeiten darstellen.

In dieser Nummer beginnen wir mit der Stellung des Mondknotens in den Zeichen Stier und Zwillinge, weil diese den Monaten der Herausgabe dieser Nummer entsprechen.

Stier

Bekanntlich steht das Erdzeichen Stier auf dem fixen Kreuz, dem Kreuz der Beharrung, der Festigung, der Sicherheit. Es geht beim aufsteigenden Mondknoten im Stier um die Pflege und Festigung der inneren Substanz, die Verwirklichung eigener Fähigkeiten und Talente. Dies verlangt schöpferische Leistungen. Dadurch wird der eigene Fundus und zugleich der Selbstwert vermehrt. Mit diesem Mondknoten hat man schon viel Eigensubstanz mitgebracht. Jetzt muss man lernen, diese sowohl zu vermehren,

wie auch ökonomisch umzusetzen. Je mehr Substanz jemand zur Verfügung hat, umso konstruktiver kann er diese für. die Verwirklichung seiner Ziele einsetzen. Es ist das ökonomische Prinzip, das hier verwirklicht werden will.

Beim Stier-Mondknoten muss die Eigensubstanz gepflegt, umgesetzt und genutzt werden, und zwar die wirkliche Eigensubstanz, keine geliehene oder angelernte, denn der Stier liegt links im Tierkreis auf der Ich-Seite. Im Ich-Bereich des Zodiak geht es um das Eigene, nicht um das Andere. Wenn der Stier versucht, auf fremde Substanz zu setzen, kann es zu erheblichen Schwierigkeiten kommen. Das könnte leicht zu Verlusten führen, weil das gegenüberliegende Skorpionzeichen gewissermassen als Schatten des Stier beim geringsten Fehler mit seiner zerstörenden Wirkung einsetzt.

Es gilt immer auf der Hut zu sein, sorgfältig und bedächtig auf die eigenen Talente und Fähigkeiten, auf eigenes Wissen und den Eigenfundus zu vertrauen.

In erster Linie muss natürlich dafür gesorgt werden, dass immer etwas an inneren oder äusseren Werten da ist. Der Fundus kommt nicht von selbst man muss etwas dafür tun. Wenn man immer nur ausbeutet - und dies könnten rote Aspekte anzeigen -, dann ist der Eigenfundus am Schluss leer. Dann sitzt man da und hat nichts mehr, man hat seine Energien und Kraftreserven aufgebraucht. Es ist das ökonomische Bewusstsein, auf das geachtet werden muss. Das heisst: man muss mit seinen Kräften haushälterisch umgehen und darauf achten, dass die Vitalenergien immer wieder aufgefrischt werden, so dass sie immer gesund funktionieren.

Diese Mondknotenstellung kann sogar ein Hinweis dafür sein, besonders ge-sundheitsorientiert zu leben, denn die Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil des Eigenfundus. Meistens entdeckt jemand mit dem Stier-Mondknoten sofort jede schwache Stelle oder jegliche Art von Kräfteverlust. Er wird darauf bedacht sein, kein Ungleichgewicht entstehen zu lassen, etwa, dass man zuviel ausgibt. Sofort muss wieder nachgefüllt werden, um das Gleichgewicht, den Fundus zu erhalten. Man wird »mit seinen Pfunden wuchern«, aber »sein Licht nicht unter den Scheffel stellen«.

Zwillinge

Das veränderliche Luftzeichen Zwillinge ist sehr darauf bedacht, mit seiner Umwelt in Kommunikation, in ein Wechselspiel zu kommen. Mit dem Mondknoten in Zwillinge muss diese Wechselbeziehung bewusst gepflegt werden. Dieser Mensch wird sich darum bemühen, das, was er bekommt oder was er hat, an andere weiterzugeben undmit ihnen zu teilen. Sein Gesetz ist: Aufnehmen und Weitergeben. Dadurch hält er seine Energien in Fluss und bleibt im Austausch mit seiner Umwelt. Es ist ein pulsierender Austauschprozess, ein ständiges Geben und Nehmen. Er lebt wie in einem ver-wobenen Netz von Bezogensein, in das hineinfliessen kann, was er weiss, und aus dem herausfliessen kann, was dort

vorhanden ist. Dies ist das Grundelement der Zwillinge.

Mit dem Mondknoten in den Zwillingen muss man vermitteln und Beziehungen schaffen können. Man kann nicht - wie beispielsweisederWidder-Energien weitergeben ohne zu fragen, ob sie verlangt werden, sondern man muss erst herausfinden, wo sie gebraucht werden, d. h. man muss mit der Welt in Beziehung treten - ob mit Wort, Schrift oder Telefon, spielt keine Rolle - (alle Kommunikationsmittel stehen unter dem Zeichen Zwillinge), um zu erfahren, wo ein Austausch von Energien möglich ist. Auf diese Weise bleibt man im ständigen Austausch mit der Welt und entwickelt sich weiter.

Wichtig ist auch, dass ein Rückfluss der Energien durch die Umwelt gewährleistet ist, das heisst - man braucht Feedback. Diese Bestätigung ist ein Hauptanliegen des Zwillings-Mondknoten. Deshalb wird alles getan, damit der Rückfluss auch kommt. Das ist das Motiv, warum man offen und bereitwillig sein eigenes Wissen und seine eigenen Fähigkeiten weitergibt und gleichzeitig begierig ist, das, was die Welt weiss, hat oder kann, sich anzueignen und für sich auszuwerten.

Der Zwilling-Mondknoten weist ferner darauf hin, möglichst viel von dieser Welt, von allen Menschen dazuzulernen. Das bedeutet, dass man mit ihr geistig oder menschlich, körperlich oder psychisch Berührungspunkte schafft und mit Menschen direkten Kontakt pflegt -und dies sehr bewusst und mit Verstand. Man darf sich nicht verstecken vor der Welt, sondern muss mit ihr in Berührung bleiben, immer wieder neue Anknüpfungspunkte suchen, dann entwickelt man sich optimal.

Wenn hingegen der absteigende Mondknoten im gegenüberliegenden Zeichen Schütze stärker wird, dann bleibt dieser Mensch auf seinem hohen Ross sitzen, meint »die Weisheit mit dem Löffel gegessen« zu haben, wird stolz und bleibt in seiner Entwicklung stehen.