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Titel Ausgabe 166



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Zurück Ausgabe 166 vom 22.11.2008 • Seite 9ohne Login!

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Abschiedsmelodie

Klaus Witzer

Die Würfel sind gefallen. Im kommenden Jahr gibt es den bisherigen "Astrolog" nicht mehr. Die Vereinigung „API-International“ wird Eigentümerin der Rechte und Pflichten und hat neue Ideen bezüglich einer Modernisierung und Finanzierung des Astrolog. Lassen wir uns also erfreuen und überraschen.

Das bedeutet aber auch Abschied zunehmen für die bisherigen Akteure. Mir ist dieses Gefühl nicht fremd. Ich habe es einst beim Verkauf meines eigenen Verlages durchlitten. Von heute auf morgen war alles anders. Auf einer Veranstaltung eines mir verbundenen Verbandes anlässlich der MEDICA- Messe in Düsseldorf, war der Besitzerwechsel verkündet worden. Am nächsten Tag bei meinem Messe-Rundgang spürte ich den Verlust an Aufmerksamkeit und Zuwendung bei den besuchten ehemaligen Geschäfts-„Freunden“. Ich packte meine Tasche, verließ die Messe und traf mich zu einem Kö-Bummel mit meiner Partnerin. In den folgenden Tage räumte ich mein Büro im eigenen Haus total in eine andere Etage um. Ich schleppte Hunderte Bücher, zerlegte Schränke und Regale und baute sie wieder auf. Danach war der große seelische Verlust „ausgeschwitzt“. Ich sah mich nach neuen Interessen um und kam zur Astrologie.

Durch eine Anzeige lernte ich ein Schweizer Institut kennen und forderte eine Horoskopanalyse an. Nur anhand meiner Daten kam wenig später eine unerwartet präzise Ausarbeitung und Schilderung meines Charakters an, so als wenn jemand den Autoren von mir erzählt hätte. Ich war beeindruckt und wollte mehr wissen. Da bot das mir noch unbekannte API-Institut in Achberg ein Einstiegsseminar an. Ich lernte in dieser Woche Louise und Bruno Huber und andere gute Lehrer wie Wolfhard, Ruth oder Michael kennen und schätzen. Ich begann die Ausbildung als Berater. Am Ende hatte ich mein Diplom und wurde von Michael auf einem Spezialkurs gefragt, was ich weiter tun wolle. Ich entschloss mich zur journalistischen Tätigkeit, weil die mir ja sehr vertraut war. Außerdem wollte ich mir mit dem Aufbau einer Beratungspraxis nicht die dazu notwendigen Lasten auferlegen. So kam ich zum Redaktionsteam des „Astrolog“ und habe mich dort immer wohl gefühlt.

Von Bruno war mir die Beschäftigung mit dem Durchlauf des Plutos durch die verschiedenen Tierkreiszeichen für die Diplomarbeit nahe gelegt worden. Wolfhard verstärkte die Lust an dieser Aufgabe. So wurde später die Beschäftigung mit den Horoskopen vieler bedeutender Menschen bis zur Renaissance mein Spezialgebiet. Faszinierend wie sich immer wieder die Ereignisse mit den Horoskopdaten belegen ließen.

Ich habe diese Arbeit sehr gerne getan. Sie zeigt die große Treffsicherheit unserer seriösen Astrologie. Den Verdienst von Louise und Bruno Huber kann man gar nicht genug loben und ehren. Auch die oben erwähnten Lehrer und ganz besonders die Chef-Redakteurin Rita Keller möchte ich hervorheben. Diese Arbeit wird oft von Außenstehenden unterschätzt, weil es nicht nur darum geht, einzelne Artikel zu schreiben und andere zu beschaffen. Sehr viel mehr unsichtbare Kleinarbeit gehört dazu und das als Teilzeitarbeit. Nur wer das schon einmal selbst gemacht hat, kann die Aufgabe beurteilen. Nicht zuletzt müssen die zahlreichen ehrenamtlichen Schreiber und Helfer erwähnt werden, die sich ohne Bezahlung für die Sache jahrelang eingesetzt haben.

Möge dieser gute Geist auch unter der neuen Regie erhalten bleiben. Denn nur wenn die Herzen erreicht und für die Sache entzündet werden, haben nicht nur der „Astrolog“ sondern unsere ganze Astrologie eine Zukunft.