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Titel Ausgabe 14



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Zurück Ausgabe 14 vom 22.06.1983 • Seite 16ohne Login!

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Unser Zodiak

Bruno Huber

Auf sieben magere Jahre

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sieben fette Jahre...

so sagt der Volksmund seit undenklichen Zeiten. Dabei bezieht er sich auf schlechte und gute Zeiten die sich - so geht die Regel - in einem regelmässigen Wechsel von sieben Jahren wiederholen sollen. Gesunder Menschenverstand oder dümmlicher Aberglaube? Wer weiss schon wo diese »Regel« herkommt, sagt der Vernunftsmensch - und lächelt dünn.

Nun, jeder nicht mehr ganz so junge Mensch weiss aus eigener Erfahrung, dass es solche Perioden gibt die jeweils mehrere Jahre umfassen können. Übliche Redewendungen wie »Wirtschaftswunderzeit«, »damals, in den Jahren der Hochkonjunktur«, »Ölkrise«, etc. bezeugen das. Ob sich aber solche Phasen schön brav an unseren lieben alten Siebenerrhythmus halten, wäre erst noch zu beweisen.

Fest steht aber eines, nämlich wo diese Regel herkommt: Sie ist eine uralte, astronomische Beobachtung einer Eigenart des Saturn, die ich in Nummer 3 des ASTRO-LOG schon einmal erwähnte, Der Saturn schwankt in seiner Helligkeit langsam, aber sehr regelmässig mit dem Rhythmus von durchschnittlich 7,36 Jahren: sein Licht hat magere und fette Jahre.

Und wie entstehen dann diese Lichtschwankungen? Nun - das hängt mit den SATURN-RINGEN zusammen!

Saturns Polachse ist gegenüber der Ekliptik (scheinbare Sonnenbahn) um 28 Grad geneigt, und damit auch die berühmten Ringe, die um seinen Äquator laufen. Da die Polachse ihre Stellung im Verlauf der Drehung um die Sonne immer beibehält (wie die Erdachse, die damit die Jahreszeiten auf der Erde bedingt), sehen wir von der Erde aus die Ringe mal von oben, mal von unten, mal von der Kante (siehe folgende Zeichnung).

In der Mitte die SONNE; darum herum die Ellypse der ERDBAHN; die Pfeile gebendie Blickrichtung von der Erde auf die verschiedenen Phasen der Saturnringe.

Eingezeichnet sind die vier Extremphasen (mit Jahreszahlen), die sich in ewigem Rhythmus an immerwieder denselben Punkten des Zodiaks wiederholen: in den letzten Graden der veränderlichen Zeichen. In den selben Jahren tritt dann der Saturn jeweils in ein Kardinalzeichen über. Nachfolgend eine Liste sämtlicher solcher Punkte in diesem Jahrhundert:

Was lässt sich aus dieser Zahlenreihe feststellen - gibt es die fetten und mageren Jahre? Sicherlich lässt sich daraus nicht die Weltgeschichte erklären.

Es zeigen sich aber doch recht bemerkenswerte Übereinstimmungen mit den Konjunkturschwankungen dieses Jahrhunderts - und allem voran mit Hochstimmungen und Angst- oder Depressionsphasen, also den Stimmungsschwankungen der breiten Masse.

Ich möchte es dem Leser vorläufig überlassen, mit seinen Geschichtskenntnissen die Sache selbst zu überprüfen. Denn hier fehlt der Raum für eine gebührende Abhandlung (die ich vielleicht bei späterer Gelegenheit folgen lassen werde).

Ein Tip aber noch: die »fetten Jahre« scheinen die Perioden zu sein in denen das Licht des Saturn zunimmt (fett wird), also z. B. die Zeit des »Wirtschaftswunders« von

1951 bis 1959. Einfach-Regel: Fette Jahre sind während der Saturn von WIDDER bis Zwillinge und von WAAGE bis Schütze lauft; mager von KREBS bis Jungfrau und von STEINBOCK bis Fische. Die tiefsten Stimmungseinbrüche scheint jeweils der Durchlauf durch Jungfrau zu signalisieren: die Nachkriegszeiten nach den beiden Weltkriegen und die letzten paar Jahre z. B.

Jetzt ist der Saturn wieder in der Waage ...!

Bruno Huber

Links:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c6/Saturnoppositions.jpg