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Titel Ausgabe 15



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Zurück Ausgabe 15 vom 23.08.1983 • Seite 16ohne Login!

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Tag- und Nachtgleiche

Bruno Huber

Tag- und Nachtgleiche

Am 23. September um 16h42 (Sommerzeit) beginnt der Herbst.

Warum eigentlich grad an diesem Datum? Weil an diesem Tag die Sonne in das Tierkreiszeichen Waage eintritt (siehe Zeichnung).

Die Sonne hat sich den ganzen Frühling und Sommer hindurch in der nördlichen Hälfte des Himmels bewegt, d. h. nördlich des Himmelsäquators. Am 21. Juni - dem längstenTag (Sommer-Solstitium)- hatte sie den nördlichsten Punkt ihrer jährlichen Bahn erreicht (Null Grad Krebs). Da stand sie auch um die Mittagszeit am höchsten am Himmel (ca. 63° über dem Südhorizont). Seither - und bis zum 21. Dezember - »geht die Sonne südwärts«, so sagt der Volksmund.

In der Zeichnung wird dies sichtbar: die Sonnenbahn läuft von oben rechts nach unten links -also abwärts. Am 23. September »taucht« sie unter den Himmelsäquator. Sie erreicht zu dieser Zeit nur noch eine Mittagshöhe von ca. 40°, und bewegt sich in der Folge immer tiefer in den Südhimmel, bis sie am 21. Dezember zur Wintersonnenwende (W Solstitium) den jährlichen Tiefststand von nur noch etwa 16° erreicht haben wird. Von da weg »zieht sie wieder nordwärts«, und erreicht am 21. März bei der Frühlings Tag-und Nachtgleiche (F-Äquinoktium) wieder den

Himmelsäquator. Das alles gilt natürlich in der hier beschriebenen Weise nur für etwa 50 Grad nördliche Breite.

An diesen Punkten im Jahreskalender beginnen die Jahreszeiten. Und es sind astrologisch die Kardmalpunkte im Tierkreis - was nun wohl überdeutlichmacht, dass unser Tierkreis eigentlich eine Beschreibung der Stationen der Sonnenbahn ist, dass wir uns astrologisch an ihr auch im Raum orientieren, und nicht etwa an den am Himmel sichtbaren Sternkonstallationen gleichen Namens. Beachten Sie auf der Zeichnung den dort markierten Eintritt der Sonne in die Konstellation Jungfrau am 16. September. Übrigens auch die Astronomen, die uns immer Vorwürfe machen, rechnen mit diesem Tierkreis, was wohl die Zeichnung und ihre Beschriftung beweist. Sie stammt aus einem Astronomischen Jahrbuch: »Das Himmelsjahr 1983« Kosmos, Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart.

Apropos Tag- und Nachtgleiche: Sie findet fast nie genau am Waage-Übergang der Sonne (23.9.) statt, sondern z. B. dieses Jahr am 26. September, wo dann wirklich Tag und Nacht genau gleich lang sind (Zeichnung).

Sie finden, dass die Sonnenauf- und untergangslinie ganz schräg verläuft?

Recht haben Sie! Denn die Zeichnung ist auf Ihre Sommerzeituhr eingestellt. Das macht einmal auf eine andere Weise sichtbar, was uns die Sommerzeit antut. Zum Vergleich dieselbe Situation wenn wir auf unsren Uhren echte Ortszeit (nicht MEZ) hätten. Jetzt stimmt's, nicht wahr!

Übrigens - vergessen Sie nicht am 24. September um 3 Uhr nachts ihre Uhr wieder eine Stunde zurückzustellen - auf MEZ-Normzeit.