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Titel Ausgabe 15



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Zurück Ausgabe 15 vom 23.08.1983 • Seite 20ohne Login!

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Mondknoten in den Zeichen, Teil 2

Louise Huber

Mondknoten in den Zeichen

Louise Huber

Die Mondknotenstellung in den Tierkreiszeichen gibt uns einen Hinweis auf unsere mitgebrachte Fähigkeit, den in der Hausstellung angezeigten ersten Schritt zur Weiterentwicklung zu machen. Die Bedeutung der Mondknoten in den Häusern haben wir im letzten Jahrgang des Astrolog ausführlich beschrieben. In dieser Nummer fahren wir fort mit der Beschreibung des Mondknotens in den Zeichen Jungfrau und Waage.

Mondknoten in der Jungfrau

Das Zeichen Jungfrau ist ein veränderliches Erdzeichen. Alle Erdzeichen sind auf die realen Erfordernisse des Lebens eingestellt und das veränderliche Kreuz deutet auf eine bewegliche Motivation. Das heisst, dass jemand mit dem Mondknoten in der Jungfrau beweglich sein soll. Solche Menschen müssen sich spontan und direkt auf die unmittelbar an sie herantreten Aufgaben einstellen, dann haben sie Erfolg im Leben. Die Arbeiten, die getan werden müssen, sollen sofort und freudig erledigt werden; nicht warten, bis andere sie tun, sondern selbst zupacken - nichts soll auf die lange Bank geschoben werden. Immer bereit sein, da, wo man gebraucht wird, einzugreifen. In einer dienenden oder helfenden Haltung wird viel Gutes vollbracht, sowohl für sich selbst wie für andere. Für andere da zu sein, ihnen in Notlagen zu helfen, ihnen etwas Liebes zu tun, ist die schönste Jungfraueigenschaft. Aber man muss lernen zu unterscheiden, ob man gerne, d. h. freiwillig etwas tut oder aus Angst und Abhängigkeit, um seine Brötchen zu verdienen und deshalb unterwürfig und servil ist. Der Mondknoten in der Jungfrau verhilft dazu, klar zu erkennen, was man selbst und was die anderen zu beanspruchen haben. Es geht im wesentlichen um die soziale Einstellung, oft um die Wiederherstellung einer echten menschlichen Beziehung und um die Kultivierung der aktiven praktizierenden Liebe.

Die absteigende Mondknotenqualität

liegt hier im gegenüberliegenden Zeichen Fische. Dies ist der Zug nach rückwärts. Es ist eine Fluchttendenz, ein Hang, sich vor den Arbeiten, den Verpflichtungen und der Selbstverantwortung zu drücken, so zu tun, als ginge einem alles nichts an. Dadurch kommt man in ein falsches Verhältnis zur Umwelt und wird von ihr negativ beurteilt. Die anderen bestimmen dann, was solch ein Mensch zu tun hat, sie sagen ihm, dass er nichts kann, dass er existenzunfähig, abhängig oder pflichtvergessen sei. Deshalb muss er eine Umpolung vornehmen, indem er sich aktiv den Platz in der Welt sucht, der ihm entspricht; nicht aufhört, bis er den Beruf, die Arbeit gefunden hat, wo seine Fähigkeiten gebraucht werden; Menschen, Freunde oder Partner auswählt, die zu ihm passen, denen er mit Freude etwas geben kann, von denen er sich angenommen fühlt. Das stärkt sein Selbstvertrauen, und er kann den Auftrag des Hauses, in dem der Monknoten steht, erfüllen.

Mondknoten in der Waage

Das kardinale Luftzeichen Waage ist im Gegensatz zum Jungfrauzeichen aktiv dem Du gegenüber eingestellt. Das ist auch richtig so, denn mit diesem Mondknoten soll man positiv auf die Umwelt zugehen, sich offen halten für mögliche Kontakte. Klopft jemand an die Tür und es ist ein Freund, soll man ihn hereinlassen und froh darüber sein, dass man nicht alleine ist und gemeinsam etwas unternehmen kann.

Wenn man sich mit einem Menschen verbunden fühlt, fragt man natürlich auch »wie möchten Sie es gerne haben«?. Man nimmt also Rücksicht und versucht, sich als harmonische Persönlichkeit zu präsentieren. Das Bedürfnis, auf die Umwelt einzugehen und mit ihr in Harmonie zu kommen, kann den Hang zur Egozentrik überwinden helfen. In einem betonten Sinne heisst dies.sogar, dass man anderen Harmonie bringen will. Diplomatie entwickeln ist ein wesentlicher Punkt bei diesem Mondknotenstand. Also mit Menschen geschickt umzugehen und auf Harmonie zielen, aber es kann auch eine zu starke Kompromissneigungvorhandensein, damitman selbst gut durchkommt und gut angesehen ist. Im Extremfall erzählt man dem einen genau das Gegenteil von dem, was man dem anderen erzählt, weil man spürt, dass er das gerne hört. Hier besteht die Gefahr versteckter egoistischer Motive, solange man selbst der Beste, der Schönste, der Erste sein will. Dies deutet daraufhin, dass man (mindestens zum Teil) seinen absteigenden Mondknoten lebt.

Der absteigende Mondknoten im Zeichen Widder mit seiner Ichbetonung und Egozentrik bedeutet den Weg der geringsten Mühe. Ein Mensch mit Mondknoten in der Waage soll vermeiden, nur sein eigenes Wohlbefinden wichtig zu nehmen, nur das anzustreben, was ihm selbst dienlich ist. Er soll das, was die mit ihm verbundenen

Menschen brauchen, wahrnehmen und berücksichtigen und nicht immer von sich auf andere schliessen. Dem Misstrauen und der Angst, dass andere mehr haben könnten als er, dass sie ihm schaden könnten und seinem Ehrgeiz und seinen Zielen entgegenstehen, muss er widerstehen. Er soll Vertrauen in andere Menschen kultivieren und bereit sein, sie als gleichwertig anzusehen. Dann kann er ihnen auf gleicher Basis begegnen und das, was er weiss, kann oder hat, mit ihnen teilen. Das steigert seinen Selbstwert in gesunder Weise, und das Vertrauen, das er anderen schenkt, kommt vielfach zurück.

Indem er sich mit anderen verbündet, Absprachen einhält, Verträge aushandelt und Partnern gleiche Rechte zubilligt, kommt er in die Mitte der extremen Haltung. Die Waage muss den »messerscharfen Pfad« suchen und gehen, der zwischen den beiden Polaritäten ICH-DU hindurchführt. Es ist das Zünglein an der Waage, der »dritte Weg«, der einen Ausgleich zwischen den eigenen und den fremden Bedürfnissen schafft, es ist die Fähigkeit, da wo sich Klüfte zwischen den Menschen auftun, Brücken zu bauen und immer für beide Teile eine gerechte Lösung zu finden.