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Titel Ausgabe 16



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Zurück Ausgabe 16 vom 24.10.1983 • Seite 12nur mit Login!

• Horoskope

Mythos-Archetypen - der Künstler und sein Horoskop

Fritz Gehre

Mythos und Archetyp

Es nützt uns wenig, wenn wir zurückschauend die Bilder von Babylon, Ägypten oder Griechenland an uns vorbeiziehen lassen und dabei unsere eigene Gegenwart zurückstellen oder gar vergessen. Wir müssen uns daran erinnern, dass gerade die Astrologie aus dem Bildbereich herkommt, es ist unser Aspektbild! Wir alle tragen unsere Urbilder, die Archetypen, in uns und brauchen daher nicht die Angst zu haben, dass wir weiter vom Mythos entfernt sind als die Griechen - trotz aller intellektuell messbaren Vordergründigkeit! Allerdings ist der heutige Weg der Bewusstmachung ein anderer, ein vielleicht reizvollerer als damals, wo sich der Mensch im Kollektiv noch geborgen fühlen konnte. Aus diesem Grunde möchte ich die ausdrucksstarken Bilder eines Künstlers als seinen Mythos ansehen und dies mit seinem Aspektbild vergleichen. In jeder Kunst, ob sie musikalisch, lyrisch oder malerisch sich ausdrückt, sind unsere eigenen Bilder verborgen; ja wir spüren diese Bilder bereits im Gespräch miteinander, ob dies nur ein unbewusstes Fühlen ist oder der Traum, dessen Wurzeln wir nicht sehen können. Doch erst wenn der Mensch die Archetypen nicht einfach annimmt, sondern sie in seine persönlichen umwandelt, erst dann hat er seinen eigenen Mythos; aus dem Baum, dem Pferd, der Vase oder dem Apfel muss sein Pferd oder sein Apfel werden!

Das Bewusstmachen dessen, was in mir ist, das Heraufholen uralter Gewissheiten setzt somit eine Umwandlung voraus. Das allgemeingültige Archetypische soll sich in mein persönliches, mein unvertauschbares, also nur mir gehörendes, ursprüngliches Bild umformen. Zu dieser nicht-verbalen »Sprache« gehört Mut, denn ich kann und darf mich nicht an gesetzten Normen festhalten, sondern muss das Denken gleichsam fallen lassen, um mich in viel tieferen Schichten selbst kennen zu lernen. Wir üben uns darin schon lange im sogenannten Farbdialog, um unmittelbarer und freier das aussagen zu können, was uns durch das Wort oft verwehrt wird. Ein Künstler nun wird erst dann mit Recht zu einem Künstler, wenn in seinen Bildern das ihm Eigene einen dauerhaften, einen immer daseienden Wert besitzt. Oder: Ein Bild, ob 5000 v. Chr. oder gestern entstanden, bekommt seine Gültigkeit nur, wenn sich in ihm etwas von der göttlichen Ewigkeit mitteilt! Dies ist dann ein Mythos, der stimmt, ein Archetyp, der persönlich geworden ist.

Bild und Horoskop allgemein

Heute will ich die Bilder einer Künstlerin zeigen, in denen für mich gerade dies Archetypische besonders deutlich hervortritt. Aus einem inneren Drang heraus teilt diese Malerin ihre Urbilder uns mit und äussert sich dabei erstlinig in Farbkompositionen. In der nebenstehenden Abbildung - es ist Fingermalerei - beginnt es in der Mitte mit einem hellen Lila, an das sich grüne Flächen anschliessen; weiter aussen wird es durch ein darübergestrichenes Braun etwas dunkler,

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