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Titel Ausgabe 168



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• Deutungspraxis

Deutungspraxis 1: Karma-Klick Henry Miller

Wolfhard H. König

Tatsache ist: Henry Miller gilt als der meist indizierte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Pressestimmen: Henry Miller – geil, obszön, diabolisch.

Solche Titel muss man sich natürlich erst verdienen. Wie kam Henry Miller dazu? Biographische Skizze: Henry wurde 1891 in Yorkville/New York geboren. Er war Kind deutscher Einwanderer. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Literatur. Als er im 1. Semester eine Leseliste sah, reagierte er typisch plutonisch:

Wenn ich solche Lektüre lesen muss, gebe ich auf.

Er zog für einige Jahre als Landstreicher durch das Land, arbeitete mal als Totengräber, Goldgräber oder Milchmann.
Mit 26 wollte er bodenständig werden und heiratete die erste Frau. Er hielt sie für ein «gutes Mädchen», das «seiner Mutter gefallen» würde. Das mochte sein, aber bald fühlte er sich, als ob er mit seiner Mutter verheiratet wäre. Vor allem spottete diese Frau über seine Bemühungen, schreiben zu wollen.
Aber dann traf er June – ein «Taxi-Girl» (d.h. dass man sie für einen Tanz mieten konnte). Sie liebten und unterstützten sich. Sie ermunterte ihn zu schreiben.
1928 hatte June genug Geld gespart, um für beide eine Reise nach Paris zu finanzieren.

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