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Titel Ausgabe 17



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Zurück Ausgabe 17 vom 22.12.1983 • Seite 8ohne Login!

• Glosse

Neptun, Tor zu den unsichtbaren Realitäten

Edmond Moser

Kaum den Titel gelesen, könnten wir schon miteinander streiten, falls es uns drum wäre. - Was nennt man denn schon »unsichtbar« und was »sichtbar«? Bitte ... zum Beispiel die Aura! Ist sie sichtbar oder unsichtbar? Für den, der Aura sieht, ist sie sichtbar, eine Realität! Der, der sie nicht sieht, ist - gelinde gesagt - ein Spinner.

Aber trösten wir uns. Dieses Dilemma wird auch in Zukunft bestehen bleiben, denn der Zugang zu den unsichtbaren Realitäten öffnet sich erst über den Weg der Verfeinerung unserer

Sinne und der Vergeistigung unseres Wesens - den Weg einer Entwicklung, die in reiferen Jahren leichter erreicht wird dank der dann einsetzenden Lebensprozesse, die sie begünstigt.

Dies schliesst Ausnahmen natürlich nicht aus. Darüber hinaus wird dieser Entwicklungsprozess im Laufe des Lebens von Umständen noch unterstützt oder gar machtvoll gefördert, die wir in diesem Bericht miteinander erörtern wollen.

Zweite Streitfrage: Neptun. Wieso kann ein Planet zu einem Tor werden, einem Tor, das uns den Zugang zu erweiterten Erkenntnissen eröffnet? Ein Stern? Ein Körper im Weltenraum? Soll dies tote Stück Materie, bar jedes Lebendigen im Sinne irdischer Alltagsbegriffe. .. soll dieses Stück »Etwas« irgendeinen Zusammenhang haben können mit der Bewusstmachung unsichbarer Realitäten innerhalb unseres Wesens? - So würde eine einseitig orientierte Naturwissenschaft argumentieren.

Doch es gibt heute eine astronomische Richtung, die zum Beispiel von »gegenseitig sich befruchtenden Planeten und Welten« spricht. Gegenseitiger Plasma- und Energieaustausch! Wer aber befruchtet, kann nicht tot sein! Also sind Planeten doch nicht »tote Körper«, sondern Einheiten des Weltalls, die sich wie lebendige Wesen verhalten.

Genau in diesem Sinne denkt der Astrologe - und in diesem Sinne denkt auch der Esoteriker, Wenn hier von Neptun als Tor zu den unsichtbaren Realitäten gesprochen wird, dann wird vorausgesetzt, dass die spezifische Art Energie - die Neptun verkörpert oder aus dem Kosmos her sammeln darf, um sie dann geballt weiter-zustrahlen - dass diese seine spezifische Energie einen Einfluss ausübt auf unsere Begegnung mit in uns wohnenden unsichtbaren Realitäten und deren Bewusstmachung. Dadurch rückt diese Neptunenergie in den Brennpunkt des Interesses der parapsychologisch Orientierten. Und deshalb wollen wir uns in diesem Beitrag, soweit es der Raum erlaubt, mit seiner Energieart befassen. Stören Sie sich bitte nicht an dem Begriff »Energie«. Sie dürfen es genausogut »Fluidum« nennen oder ein anderes Wort dafür prägen. Sie dürfen sicher sein, dass jeder Ausdruck, der Schöpferisches lautmässig einfangen möchte, immer nahe an die Wahrheit herankommt, ohne sie jedoch ganz beinhalten zu können. Wir wollen hier aber nicht über Wortwahl diskutieren, sondern versuchen, den Sinn des Ganzen zu erfassen.

Vorher wollen wir aber noch eine Frage beantworten: Wieso kann uns ein Planet beeinflussen? Wir sind hier unten - er ist dort weit, weit oben! Absurd sich vorzustellen, dass er sich nun ausgerechnet um einen jeden von uns persönlich kümmert. Oder ist diese Fragestellung nicht richtig?

Ja - es liegt an der Fragestellung: In dieser Form setzte sie nämlich voraus, dass wir und der Kosmos zwei getrennte Dinge wären, räumlich Millionen Kilometer voneinander entfernt. Die Weisen unter den Alten erkannten jedoch schon vor Jahrtausenden: »Wie oben - so unten.« Wir und der Kosmos

sind nicht zwei verschiedene, getrennte Dinge, sondern wir sind Glied und Mitglied einer kosmosumfassenden Energieverflechtung. Wir sind mitschwingender Teil des gewaltigen fluidalen Stromes, der das Weltall durchzieht. So wie der Fisch im Wasser beim Schwimmen sich der Strömungen bedient, zuzeiten aber einem allzustarken Sog unausweichlich folgen muss, wenn er in ihn hineingerät, so sind wir - egal wo wir uns befinden - in einem kosmosdurchfliessenden Energiestrom eingebettet, der uns teils trägt, teils erlaubt, gewisse Kräfte klug zu nutzen, teils uns aber auch eine gewisse Kursrichtung aufzwingt. In diesem Fall werden wir samt unseren schöpferischen Energien einem Zeitgeist unterstellt, der unserem individuell-schöpferischen Sein übergeordnet ist. Immer mehr erkennt die Wissenschaft dank interplanetarer Forschung, wie sehr sich Planeten unseres Sonnensystems untereinander beeinflussen. Ihre Bahnen am Himmel laufen gar nicht so regelmässig ab, wie man ursprünglich meinte. Man weiss heute, dass sich die Planeten bei starker Annäherung gegenseitig anziehen, hemmen, bremsen oder anstrahlen und damit Änderungen in der Gleichmässigkeit ihres Laufes oder innerhalb ihrer Atmosphäre bewirken.

Und wir sollten davon unberührt bleiben?

Wir und der Kosmos sind nicht zwei verschiedene, nicht zwei voneinander getrennte Dinge. Die Alten sahen jeden einzelnen von uns als einen in sich geschlossenen Mikrokosmos, der den Makrokosmos widerspiegelt: »Wie oben - so unten«. In diese knappen Worte fasste vor Jahrtausenden HERMES TRISMEGISTOS diese unsichtbare, aber einsichtige Realität. -----

Wir gerieten jedoch in eine Sackgasse, wenn wir den obigen Gedankengang konseguent zu Ende denken würden. Wären wir nämlich - als Glied und Mitglied einer dauernd sich ändernden kosmischen Energiemischung - in jedem Augenblick unseres Lebens ihr handelndes Spiegelbild, so müssten wir uns alle in gleichen Zeiten in gleicher Weise verhalten. Das ist jedoch erfahrungsgemäss nicht der Fall. Die vorstehenden Gedanken bedürfen der differenzierenden Vervollständigung durch die Beachtung einer weiteren unsichtbaren Realität: das Wissen um die Bedeutung des Geburtsaugenblicks.

Wohl sind wir ein Spiegelbild kosmischer Energiemischung, doch tritt im Augenblick der Geburt eine Art »Einfrierung« dieser momentanen Energieverflechtung ein, die für uns schicksalsprägend wird. Wir werden sozusagen zur sichtbaren Personifizierung des im Geburtsmoment bestehenden kosmischen Energiezustandes und werden sein Vertreter und Verkünder! Wohl werden wir weiterhin dem Zeitgeist unterliegen, der durch die jeweiligen kosmischen Energieverhältnisse hervorgerufen wird. Wir werden jedoch individuell entsprechend unserer Geburtsprägung verschieden in diesen Zeitgeist hineinwirken. Dadurch erhalten wir eine gewisse Eigenständigkeit, in welcher - unter anderem - auch unsere individuelle schöpferische Aufgabe und Berufung enthalten ist. Wir bleiben weiterhin den aus dem Kosmos wirkenden Energieströmen verbunden, sie durchfluten und animieren uns weiterhin, weil wir mit dem Kosmos ja »eines« sind. Wir werden jedoch in der Auswertung dieser Energien die Akzente anders setzen, weil sie bei jedem von uns auf eine durch die Geburt festgelegte andere Struktur treffen. Am gleichen Tag, Monat und Jahr geborene Personen werden die Neigung haben, gleichgeartete Probleme in gleicher Weise zu lösen. Allerdings wird sich ihr Energieeinsatz bei verschiedenen Geburtsstunden einem anderen Interessengebiet zuwenden.

Fortsetzung folgt