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Titel Ausgabe 17



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• Grundwissen

Mondknoten in den Zeichen, Teil 4

Louise Huber

Mondknoten im Steinbock

Steht der aufsteigende Mondknoten im kardinalen Erdzeichen Steinbock, so geht es darum, Selbständigkeit, d.h, einen klaren Stand in der Welt zu erringen und das kindliche Anlehnungsbedürfnis hinter sich zu lassen. Es ist die Achse Kollektiv-Individuum, die hier als Polarität der Mondknotenlinie auftritt.

Mit diesem Mondknoten suchen manche Selbständigkeit und Führung im Berufsleben, andere in der Familie. Für viele wird der Beruf oder die Aufgabe zur Berufung. Voll und ganz müssen sie zur übernommenen Aufgabe stehen und sollen auf keinen Fall Verantwortung auf andere abwälzen. Auf irgendeinem Lebensgebiet muss Meisterschaft, Kompetenz errungen werden. Dazu gehört die Erneuerung des Wissens und Könnens; es muss stets ausgefeilt, abgerundet und vertieft werden. Eine Autorität, die auf einem echten Können, auf einem Fundus basiert (Erdzeichen), wird von der Umwelt ohne weiteres akzeptiert. Das Streben geht also nach Kompetenz, die Wirkung ist echte Autorität. Dieser Mondknoten heisst auch: an der eigenen Vervollkommnung arbeiten. Fehler oder schlechte Gewohnheiten sollen bei sich selbst gesucht und ausgemerzt werden. Man muss selbstkritisch sein und Selbstdisziplin üben, damit man immer mehr ein Vorbild für andere wird. Vorbild zu sein ist der Weg. Der selbst erarbeitete Fundus wird fast wie von selbst anderen, die ihn nicht haben, zur Verfügung gestellt. Diese suchen Rat, Orientierung, Führung bei jeder starken Persönlichkeit. Wer kompetent ist und etwas zu sagen hat, wird zum echten Menschenführer, zur echten Autorität, die für andere Richtung und Massstab wird, Aber zuerst muss man sich mit grosser Mühe und Anstrengung aus der Masse herausarbeiten und bereit sein, alleine dazustehen, ohne die Unterstützung von Eltern und Nahestehenden.

Der absteigendeMondknoten auf der anderen Seite im Kollektivzeichen Krebs macht es einem nicht leicht, die notwendige Unabhängigkeit zu erlangen. Das abhängige kindliche Gefühlsich des Mondzeichens Krebs steht der nach Selbständigkeit strebenden Individualität des saturnischen Steinbocks gegenüber. Die Gewohnheit, sich unterzuordnen, sich anzupassen und sich auch als Erwachsener ausschliesslich nach den Vorschriften des Kollektivs zu richten, steht der eigenen Entwicklung entgegen. Die Neigung, sich durch die gängige Meinung, die Genormtheiten der Masse oder die elterlichen Vorschriften bestimmen zu lassen, muss überwunden werden. Auch die scheinbare Geborgenheit des Da-zugehörens zum Kollektiv, zur Familie soll aufgegeben und die Einsamkeit eines individuellen Bewusstseins getragen werden, bevor die innere Kraft, der notwendige Mut zum Herausragen aus der Masse frei wird und eine Aufgabe für die Gemeinschaft übernommen werden kann.

Mondknoten im Wassermann

Beim fixen Luftzeichen Wassermann geht es um die Etablierung einer besonderen Lebensqualität, um das Erringen und Festigen eines Bewusst-semszustandes, der nicht nur sich selbst, sondern auch andere einbezieht. Es ist die Achse Wassermann/ Löwe, auf der die Mondknotenlinie zu liegen kommt. Der aufsteigende Wassermann-Mondknoten findet seinen Selbstwert bestätigt durch das Verwirklichen geistiger Prinzipien, der absteigende Löwe-Mondknoten durch das Erlangen und Vergrössern des eigenen Machtbereiches. Die Entwicklung geht vom egozentrischen Emgebungsbewusstsein hin zum Gruppenbewusstsein, wobei Freundschaften eine wichtige Rolle spielen. Freundschaft ist das Resultat einer ethischen Einstellung, Übergriffe und asoziales Verhalten werden energisch zurückgewiesen. Das strikte Einhalten einer bestimmten Ethik und Philosophie wird verlangt, sowohl von sich selbst wie auch von anderen. Das Extrem schafft die Neigung, dogmatisch zu werden und jene anzuklagen, die sich nicht nach den eigenen Idealvorstellungen ausrichten. Beim Wassermann geht es im wesentlichen um das Erkennen geistiger Zusammenhänge und erst sekundär um das praktische Leben. In ihm ist ein Trieb, die Welt geistig in Ordnung zu bringen, ein gültiges System zu erarbeiten, das dann erlaubt, auch im praktischen Leben die Dinge bestens in Ordnung zu haben. Es kann passieren, dass hier Luftschlösser entstehen, die keinen Zugang zur Realität haben. Die positive Auswirkung dieses Mondknotens ist aber das Ringen um eine klare Konzeption, die erlaubt, die Welt richtig zu beurteilen. Bei diesem Streben nach einer idealen Ordnung geht es in erster Linie darum, im eigenen Kopf Ordnung zu haben. Oft ist eine Neigung zum Verkrausen der Gedanken vorhanden, ein Überwuchern des Denkens durch Gefühle oder durch persönliche Lieblingsideen. Deshalb verlangt dieser Mondknoten, zuerst im eigenen Denken Ordnung zu machen,

in der Bewusstheit und im Denkgebäude mit Stolz und Eigenliebe aufzuräumen und eine unpersönliche Haltung zu entwickeln, bevor man die Welt verändern kann.

Der absteigende Mondknoten steht im Zeichen Löwe. Das Verlangen nach uneingeschränkter Eigenmacht steht der Verwirklichung geistiger Prinzipien entgegen sowie egozentrische Motive, sich anderen Menschen oder neuen Ideengruppen nur deshalb anzuschliessen, um mehr Macht und Würde zu erlangen. Um die eigene Bedeutungslosigkeit ertragen zu können braucht man zur Erhöhung des Selbstwertgefühls besondere Aufgaben und einflussreiche Freunde. Man verlangt nach Bewunderung für seine Taten, vor allem von nahestehenden Menschen. Der aufsteigende Mondknoten im Wassermann relativiert das Selbstgefühl durch die Vision der einen Menschheit, er lässt sich selbst als Teil des Ganzen erkennen. So befähigt er zur Zusammenarbeit, zum Teamwork, zum Einordnen in das grössere Ganze und damit auch zur Hintanstellung eigener persönlicher Wünsche.