Astrolog-Archiv

(Bitte auf den jeweiligen Ausgaben-Block klicken, um die entsprechenden 20 Ausgaben anzuzeigen)
Artikel in grüner Farbe sind ohne Login zugänglich!
Ausgaben » [1-20] [21-40] [41-60] [61-80] [81-100] [101-120] [121-140] [141-160] [161-180] [181-200] [201-218] Aktuelle Ausgabe
• Suche (Autoren, Titel, etc.) » Inhaltsverzeichnis • Suche nach Begriffen in Artikeln »
Titel Ausgabe 20



Archiv-Übersicht
Nach oben Nach oben
Zurück Ausgabe 20 vom 21.06.1984 • Seite 20ohne Login!

• Grundwissen

Aspektbilder und Aspektfiguren, Teil 8

Louise Huber

Die Streberfigur

oder der »grüne Drachen«

Wenn wir eine »Projektionsfigur« und ein »Auge« polar zusammenfügen, erhalten wir die »Streberfigur« . Es ist eine Vierecksfigur, jedoch eine sehr dynamische, da keine rechten Winkel vorhanden sind und eine Symmetrie nur entlang der sich bildenden Opposition besteht.

Die Rahmenaspekte sind alle grün, wie bei der doppelten Reizfigur, aber die beiden innenliegenden Aspekte sind rot und blau, eine Opposition und ein Sextil. Da nur eine Opposition vorliegt, ist das Spannungspotential geringer als in der grossen Reizfigur. Durch die sensitiven Rahmenaspekte ist die Aufnahmebereitschaft für Umweltreize in ausserordentlich starkem Masse vorhanden. Die unmittelbare Kontaktfähigkeit zur Umwelt ist mit dem »Auge« gegeben, so dass es das stumpfe Ende der Streberfigur, die Basis, eine Verankerung bildet. Das Streben zielt nun auf das spitze Ende der Figur. Im umgekehrten Projektionsprozess, der Introjektion, werden die Anreize der Umwelt, die durch das »Auge« aufgenommen wurden, leitbildhaft umformuliert und als zu erreichendes Ziel postuliert.

Durch die Opposition erhält diese Zielvorgabe die energetische Besetzung, die eigene Spannung. Mit der Achsenthematik der Opposition (Zeichen und Häuser beachten) ist der Aufgabenbereich gekennzeichnet. Den starken Reizcharakter erhält das Zielthema auch durch die Kombination der grünen Aspekte mit dem roten Aspekt. Aufgrund der Vierecksstruktur der Figur ist eine Sicherheitsmotivation gegeben (die den einzelnen blauen Aspekt aufwertet), deren Erfüllung in der genannten Aufgabe gesucht wird.

Mit viel Dynamik und Aufwand versucht man, an die Spitze der Figur zu gelangen, d. h. mit dem dort befindlichen Planeten in der jeweiligen Umgebung (Hausstellung!) maximal zu funktionieren, man will ja hochgesteckte Ansprüche verwirklichen. Doch es besteht die reale Gefahr, dieses Ziel nicht zu erreichen, da es einem für diesen langen Weg an Substanz mangelt. Mit der »Augenfigur« kann man schauen, hören, Informationen sammeln, wie man zu dieser Spitze kommt. Das Problem ist nur: durch das »Auge« kann man Fremdinformationen bekommen, um aber zur Spitze zu gelangen, muss man eigenständige Denkleistungen erbringen (Quincunxe) und gelernt haben, mit Projektionen umzugehen (Beobachtung, Kontrolle, Zurücknahme, Entwicklung).

Durch die Opposition ist die innere Spannung und das Streben gegeben, und aufgrund der hohen Wahrnehmungsfähigkeit der grünen Aspekte und der Tendenz, sich soweit wie möglich informativ abzusichern, kann man sich in Widersprüchen verfangen, da es schwer fällt, die richtige Form zu finden. Der eine kleine blaue

Aspekt, das Sextil, genügt mit seiner Harmonieorientierung nicht, die nötigen Mittel bereitzustellen, im gewünschten Masse die in der Regel hochgesteckten Ziele zu erreichen. Häufig reden deshalb Menschen mit dieser »Streberfigur« von ihren Projekten und Zielen, die sie haben, ohne sie zu erreichen.

So ist die »Streberfigur« trotz der zwei inhärenten Wahrnehmungsfiguren und dem blauen Aspekt tendenziell eine Reizfigur.

Lieber Leser,

Sie haben nun in mehreren Fortsetzungen die 23 Aspektfiguren kennengelernt, wie sie auch im API-Kurs »Deutungsgrundlagen« gelehrt werden. Uns interessieren jetzt Ihre Erfahrungen, die Sie damit bei der Analyse und Interpretation Ihrer Horoskope gemacht haben. Vielleicht befindet sich in Ihrer Sammlung das eine oder andere Horoskop mit einer herausragenden oder sogar mit nur einer Aspektfigur. Die Übermittlung dieser Daten und ein Bericht über die jeweilige Erlebnisstruktur des betreffenden Horoskopeigners würde uns von der Redaktion

sowie bestimmt viele Leser interessieren. An Erlebnissen entsprechend dem Alterspunkt wäre dies gut sichtbar zu machen (evtl. Band 2 der Lebensuhr mit zu Rate ziehen).

»Die gelebte (oder erlebte) Aspektstruktur« könnte evtl. zu einer ständigen Rubrik werden, die durch »Astrolog«-Leser gestaltet würde. Wir würden uns sehr freuen, Ihre Meinungen und Berichte zu erhalten.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Hans Peter Sauerwein und die Astrolog-Redaktion