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Titel Ausgabe 22



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Zurück Ausgabe 22 vom 23.10.1984 • Seite 16ohne Login!

• Unser Zodiak

Die Zodiakalen Konstellationen Skorpion und Schütze

Bruno Huber

Im Bereich dieser beiden Konstellationen erreicht die Sonne alljährlich die südlichste Gegend ihrer 365-Tage-Reise um den Zodiak. Der - von der nördlichen Hemisphäre der Erde jesehen - tiefste Punkt ihrer scheinbaren Bahn Winter-Sonnenwende) ist Sternzeit 18 Uhr, oder 270°, oder wie wir es astrolgosch sehen:O° Steinbock. In Zeitbegriffen: die Sonne tritt am 21. Dezember (dieses Jahr 1984 um 15 Uhr 53) in den Steinbock ein.

Ganz nahe bei diesem Punkt befindet sich derzeit das Zentrum unserer Milchstrasse (Karte: GC = 26°39 Schütze; es wandert mit der Präzession tichtung Steinbock weiter). Die beiden gebogenen Linien auf der karte, die sich beim Bogen des Schützen kreuzen, sind die Ebenen a) des Sonnensystems (Ekliptik, die waagrechte) und )) der »Via Galactica«, also unseres galaktischen Systems, von dem das Planetensystem im Teil ist (die mehr senkrecht verlaufende Linie).

Diese Himmelsgegend gleisst und funkelt, auch für das unbewaffnete Auge, ganz ähnlich der 3egend um die Sternbilder Stier und Zwillinge. üe ist denn auch eine der beliebtesten Partien Ies Himmels bei den Amateurastronomen, die limmelsfotogrtafie betreiben.

Die Gasnebeln kommen im gesamten Band der Milchstrasse in besonderer Häufung vor. Allerdings sind die meisten von Auge nur schwach und verwaschen, oder gar nicht zu sehen. Sie sind ja auch einige tausend Lichtjahre von uns entfernt. Mit einem starken Feldstecher aber, kann man sich stundenlang, mit zunehmender Begeisterung, in diesem Bereich ergehen.

Als Orientierung bei der Beobachtung hilft das augenfällige Sternbild Skorpion, mit dessen auffällig rotleuchtendem Hauptstern ANTARES. Man sieht es in der Natur so, wie es in der Karte eingezeichnet ist (natürlich ohne Verbindungslinien!). Allerdings steht es (wie auch der Schütze) so tief am Horizont, dass man in den mittleren und nördlichen Bereichen unseres Sprachraumes die unteren Teile (Schwanz und Stachel, beim Schützen die Füsse) nicht mehr sehen kann.

ANTARES, sein arabischer Name ist »Calbala-krab« (Herz des Skorpions), ist der einzige Stern erster Grösse im hier dargestellten Bereich. Alle anderen Fixsterne, die den beiden Konstellationen optisch die Form geben (auf der Karte mit Strichen verbunden), sind zweiter und dritter Grösse.

Antares ist ein Doppelstern, der schon mit einem starken Feldstecher (z. B. 12x50) sichtbar wird. Dieser Stern muss ein gewaltiger Riese sein. Die Angaben astronomischer Lehrbücher schwanken hier allerdings erheblich: zwischen 300 und 740 mal den Sonnendurchmesser. Was aber bedeutet, dass - stünde der Antares in der Entfernung unserer Sonne - er für uns auf der Erde am Tag den ganzen Himmel überdecken würde. Man stelle sich vor: ein Himmel der nur aus Sonne bestehen würde! Zum Glück ist er irgendwo zwischen 230 und 560 Lichtjahren entfernt (so die 'präziesen' astronomischen Handbücher!).

Dieser Himmelsabschnitt ist zu Beginn der Berichtsperiode noch kurz nach dem Einnachten am Südwesthimmel zu sehen, und kommt dann erst ab Februar/März am Morgenhimmel im Osten wieder zum Vorschein. Im nächsten Sommer aber, wenn Sie in den Süden fahren, sehen Sie mehr....