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Titel Ausgabe 24



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Zurück Ausgabe 24 vom 18.02.1985 • Seite 16ohne Login!

• Unser Zodiak

Die Zodiakalen Konstellationen FIsche und Widder

Bruno Huber

Die in der Astrologie seit langem übliche Zeit-alter-Lehre basiert auf der Tatsache, dass der Frühlingspunkt (der Grad des Tierkreises, an dem die Sonne jeweils bei Frühlingsanfang steht = Null Grad Widder) sich langsam rückwärts gegen die zodiakalen Sternbilder verschiebt. Zur Zeit - und seit 2360 Jahren - bewegt er sich von der Konstellation Fische in Richtung Wassermann.

Die Zeitalter werden nach der Konstellation benannt, durch die der Frühlingspunkt während im Schnitt etwa zwei Jahrtausenden wandert (21S1 Jahre für 30 Grade). Da die zodiakalen Sternbilder jedoch ungleich lang sind, dauern zwangsläufig auch die Zeitalter verschieden lang: so z.B. Widder etwa 1900 Jahre, weil er nur ca. 26 Grad Ausdehnung hat Durch die Fische dagegen braucht der Frühlingspunkt sage und schreibe weit über 3000 Jahre - so auch Wassermann usw.

Ausserdem überschneiden sich manche Konstellationen zum Teil ganz erheblich, wie etwa Fische und Wassermann während annähernd 1100 Jahren - so dass es auch »Misch-Zeitalter« gibt, wie das kommende Millenium.

Leider arbeiten viele Astrologen mit der fixen Idee, dass jedes Zeitalter 2151 Jahre lang sei. Aber wenn Sie sich, lieber Leser, einmal die Sternkarten in den letzten sechs Astrolog-Heften ansehen, so werden Sie selber feststellen, dass die Sternbilder zu ungleich sind, um in gleiche 30-Gradstücke unterteilt werden zu können. Soweit die astronomischen Tatsachen.

Nun habe ich bei der Untersuchung antiker Quellen festgestellt, dass die Alten da viel konsequenter und realistischer waren als die meisten modernen Astrologen. Folgendes musste ich mit Staunen zur Kenntnis nehmen:

- Ab ungefähr 1730 v.Chr. bezeichnen alle vorderasiatischen Quellen den Widder als »das erste Zeichen des Zodiaks«.

- Zwischen 420 und 410 v.Chr. übergeben alle damaligen Autoren übereinstimmend dieses Szepter an das Zeichen Fische.

- Nach diesem Zeitpunkt wird nirgends mehr mit den physischen Sternbildern gerechnet und argumentiert, sondern nur noch mit dem Sonnen-Tierkreis.

- Das älteste individuelle Geburtshoroskop,

das wir kennen, stammt von ungefähr 420 v.Chr. (Griechenland).

Und das bedeutet folgendes:

1730 - Den Alten war zu diesem Zeitpunkt schon bekannt, wo die Sonne bei Frühlingsanfang steht. Denn genau damals hatte der Nullmeridian die ersten Sterne des Widderbildes erreicht.

410 - Hier müssen die Gelehrten bereits gewusst haben, dass sich der Sternhimmel gegenüber den Sonnenstationen verschiebt (Präzession). Der Frühlingspunkt hatte damals den Hauptstern des Widders - Hamal - erreicht, und damit die Grenze der Konstellation Fische. Hamal hat die Erleuchtung gebracht. Das Fi-sche-Zeitalter wurde eingeläutet.

HAMAL steht also symbolisch für den Anfang des Tierkreises = Null Grad Widder im solaren Zodiak. Dieser Punkt bedeutet in der Raumsymbolik des Sonnenkreises: der Ich-Punkt -die Geburt des Ich-Menschen.

SEIT HAMAL MACHT MAN PERSÖNLICHE HOROSKOPE...!

Bruno Huber