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Titel Ausgabe 27



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Zurück Ausgabe 27 vom 23.08.1985 • Seite 20nur mit Login!

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Die Persönlichkeit, Teil 9

Louise Huber

Saturn im 6. Haus (Teil II)

Saturn wird im Arbeitshaus den Körper als Arbeitswerkzeug gebrauchen, und dafür sorgen, dass die Anforderungen nicht zu hoch werden, sodass die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Körperpflege, Gymnastik, Erwerben von Handfertigkeiten oder sonstige Leistungs-Spezialisierung sind seine Interessensgebiete.

Im kardinalen Bereich hat man keine Mühe die Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes zu erfüllen. Die Leistung wird weitgehend vom Nutzdenken bestimmt, man arbeitet, weil es nötig ist, das Motiv ist die Bemeisterung, das Zuende-führen aller Arbeiten sowie die Exi-stenbewältigung. Man arbeitet sicherlich nicht aus übergrosser Freude, sondern zweckgebunden, die einzige Freude ist das Endprodukt, das Erreichen sowie der praktische Nutzen. Das ist auch der Grund warum zum Du, zu den Kollegen, den Vorgesetzten, den Untergebenen ein sachliches Verhältnis besteht. Saturn versteht die Dinge nach beabsichtigten Zielen hinzulenken und zu organisieren. Dadurch kann Anerkennung und Unentbehrlichkeit sowohl vom Chef, wie von den Arbeitskollegen gefunden werden. Das ist das Wichtigste, auf das Saturn hier hinzielt. Sein Motiv ist Sicherheit, Absicherung, Vorbeugung. Durch solche Leistungsmotive kann er seine Existenz absichern.

Im fixen Bereich (natürlich auch in den anderen, aber hier ganz besonders) wird Saturn als unser körperliches Ich sich weitgehend mit der eigenen Sicherheit, mit der Gesundheit befassen. Krankheiten werden als mögliche Gefahr gesehen, oft wird zu einer kompensati-ven Philosophie gegriffen, die vorbeugen soll, dass man nicht krank wird, wie z.B. die richtige Ernährung, Diät, alternative Heilweisen, etc. Die Einhaltung solcher selbstgeschaffenen Regeln wird dann sehr wichtig genommen, wie beispielsweise Vegetarismus oder ähnliche Gesundheitslehren. Eigene Erfahrungen und Erkenntnisse will man auch auf andere übertragen. Deshalb wird sich jemand mit Saturn im 6. Haus oft mit Heilberufen, Therapien, Massage, etc. befassen. Gelegentlich entfaltet er dabei missionarischen Eifer.

Am Talpunkt besteht eine übergrosse Angst um die eigene Existenz, um die Gesundheit, das eigentliche körperliche Wohlbefinden. Viele bringen diese in eine fast religiöse Form und machen daraus eine puritanische Lehre, eine Philosophie. Dahin gehört der Gesundheitsapostel oder Gesundheitsfanatiker, der anderen Vorschriften macht, Regeln aufstellt, was diese zu tun hätten, um gesund zu sein. In einfacher Ausführung auch der ewig um seine Gesundheit Besorgte, der fast immer etwas kränkliches an sich hat, der in der Extremform im Verlaufe seines Lebens ein ganzes Doktorbuch durchlebt, mit sämtlichen Krankheiten, die darin aufgeführt sind. (Diese Erscheinung haben wir aber auch schon bei Sonne und Mond im 6. Haus beobachtet, ist also nicht alleine auf Saturn beschränkt).

Im veränderlichen Bereich, der ja ein Lernbereich ist, muss man immer neues Wissen dazulernen, um für alle Eventualitäten, sei dies im Beruf, in der Bemeisterung von Aufgaben oder auch in gesundheitlichen Fragen gut vorbereitet zu sein. Beim Saturn in diesem Bereich geht es um die ängstliche Vorsorge, sich selbst sowie seine materiellen Anforderungen an die Umwelt, ja sogar sein Leben zu schützen, damit man sich ordentlich und komfortabel befindet. Das "Jagen nach Anerkennung und Absicherung" kann übertrieben sein. Saturn steht hier im Schattenbereich zum DC und wirkt (wie alle anderen Schatten-Planeten) kompensativ, d.h. er zieht fast alle Energien, die durch das lebendige Aspektbild zur Verfügung stehen, in diesen Bereich, um für alle Gefahren gerüstet zu sein. Wir sind mit Saturn im Schatten des DC (7. Haus) bereit, -bewusst oder unbewusst - alle Tricks anzuwenden, um uns der Mitarbeit des DU's zu versichern. Wir sind peinlich genau darauf bedacht, dass das DU alle Versprechungen, alle Verträge einhält, und wehe wenn er es nicht tut. Wir zwingen andere, oft ohne dass wir es selbst bemerken, unsere Forderungen zu respektieren und einzuhalten, sei dies in bezug auf Existenzprobleme, unsere eigenen Unzulänglichkeiten oder Fehlerhaftigkeiten, sowie unsere Begrenzungen. Beim Versagen dieser Sicherheitsvorkehrungen (auf allen drei Ebenen menschlichen Daseins: materiell, seelisch und geistig), neigen wir dazu, den anderen, den Umständen, den Werkzeugen, dem Material, der Zeit usw., die Schuld zu geben - nur nicht uns selbst. Wir glauben, die volle Berechtigung zu haben, dass das DU, der Partner, die Arbeitskollegen uns berücksichtigen müssen. Mit Selbstverständlichkeit fordern wir Aufmerksamkeit, liebevolle Berücksichtigung unserer Forderungen, Fürsorge oder Pflege unserer körperlichen Bedürfnisse, oft sogar durch manipulatives Verhalten, sei dies im Hinblick auf Nahrung, Bequemlichkeit, Geld oder auf sonstige existenzabsichernde Faktoren und persönliche Vorteile. Dies kann sich bis zur hysterischen (hypochondrischen) Manipulation steigern. Die Transformation am Talpunkt 6 bis zur nächsten Spitze hiesse: Fehlhaltungen, übertriebene Forderungen, ichhafte Wünsche und Ziele in geistiges Helfen und Dienen zu sublimieren, sein Leben in den Dienst anderer zu stellen und die Weigerung, Verantwortung für andere zu übernehmen, aufzugeben. Dadurch wird diesem dienenden Haus die höchste Bedeutung abgerungen.

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