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Titel Ausgabe 43



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API-Gründungshoroskop

Louise Huber

API – Beginn der Kurse, 12.3. 1968 / 20:08h Zürich

Am 12. März 1968 um 20.08 Uhr hielt Bruno seinen ersten öffentlichen Vortrag in Zürich. Das Gründungshoroskop ist für diesen Zeitpunkt erstellt. Wir hatten einen preiswerten Saal im Restaurant des Frauenvereins "Karl der Grosse" gemietet. Ungefähr 30 Interessierte waren gekommen und lauschten den Ausführungen von Bruno. Er rief mit der Darlegung seiner Astrologischen Psychologie grosse Begeisterung hervor. Aus diesem öffentlichen Aufreten rekrutierte sich unser erster Astrologie-Kurs mit ungefähr 12 Personen. Niemand ahnte damals, dass dies der Anfang einer weltweiten Bewegung in der Astrologie werden sollte.

Das Aspektbild

Das Aspektbild ist in der Waagerechten (Ich-Du-Ebene) gelagert und weist vorwiegend rot-grüne Aspekte auf, was eine innere Dynamik bedeutet, die in einem Vieleck auf lange Dauer anhält und sich im Physischen verankern will. Die schöpferische Kraft dieser Reizfigur ist eine ständige Herausforderung ununterbrochen das Beste, das Optimum zu geben. Die rotgrüne Aspektfigur liess uns nie zur Ruhe kommen, sie reizte, aktivierte und motivierte uns von allen Seiten. Zurückblickend können wir auch wirklich sagen, dass wir seit Beginn unserer Arbeit nie zur Ruhe gekommen sind. Es gab niemals während den 20 Jahren eine Zeit des Stillstandes, des Ausruhens oder Zurückblickens, es gab immer nur eine Flucht nach vorn, ein Weiterwachsen, ein ständiges Tätigsein für die Zukunft. Die drei blauen Aspekte Trigon Sonne/Neptun und Trigon Mondknoten/Mars zum Mond/Jupiter, Sextil Uranus/Neptun gaben uns die ruhige und unerschütterliche Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Markant ist im besonderen das Leistungsdreieck mit der Opposition der beiden Konjunktionen Jupiter/ Mond und Venus-Merkur. Mit dem im Geviert stehenden Neptun wird die intellektuelle Klarheit und die sensitive Kontaktbereitschaft zu einer geistigen Ausformulierung gebracht, zu einem Konzept der Liebe und Menschlichkeit verdichtet, das uns nicht mehr loslässt.

Zwei Oppositionen umrahmen die Achse 6/12 im gleichen Winkel, wodurch die reale Existenzbewältigung uns immer wieder auf den Teppich herunterholte. Die Existenzthematik war für uns immer hautnah zu spüren. Wir fingen buchstäblich mit Nichts an, waren ganz auf uns selbst gestellt und bekamen nichts geschenkt. Immer waren wir schöpferisch tätig und mussten uns stets etwas einfallen lassen, damit es weiterging. Das schöpferisch tätig sein machte uns grossen Spass, die Schule haben wir mit ganzer Widmung und gros-sem Engagement aufgebaut, haben einen eigenen Verlag für die Herausgabe unserer Bücher gegründet, eine eigene Zeitschrift herausgegeben und einen eigenen Computer angeschafft. Die Bewältigung der damit zusammenhängenden Aufgaben erweckte in uns ungeahnte Kräfte.

Die schöpferische Potenz des Aspektbildes hat sich vor allem durch Bruno manifestiert. Er hat mit seinem unermüdlichen Forschergeist das ganze Konzept der Astrologischen Psychologie entwickelt, und hat damit unzähligen Menschen viel geben können. Trotzdem musste er erleben, dass sein Pioniergeist auf Widerstände bei den alteingesessenen Traditionen stiess (Öffnung der Figur im Du-Raum). Er schaffte sich mit seiner kompromisslosen Sicherheit auch Feinde, die wir verkraften mussten. Die Stellung der geistigen Planeten Pluto und Uranus im 12. Haus ist gleichzeitig eine starke Herausforderung zu geistigem Wachstum. Wie oft mussten wir auf persönliche Wunschbefriedigung verzichten und über uns selbst hinauswachsen, um für eine überpersönliche Mission bereit und innerlich geöffnet zu bleiben. Auch die API-Schüler wurden durch diese Konstellation während des Studiums zur inneren Wandlung hingeführt und lernten egoistische oder kleinliche Ziele zu transformieren.

Gekreuzte Oppositionen wie sie in diesem Aspektbild hervortreten, intensivieren die Achsenthematik, auf die sie zu liegen kommen. Hier sind es die Häuser 11 und 12 auf der Ich-Seite und 5 und 6 auf der DU-Seite. Kurz gesagt bedeutet dies: Freundschaft und Innenschau auf der einen, Risikofreudigkeit und Dienen auf der anderen Seite. Einerseits ging es uns immer um die Begründung einer neuen Ethik in der Astrologie, die mit der Konjunktion Mond/Jupiter im 11. Haus viele Gleichgesinnte anzog. Es ging uns aber auch darum die psychologische und humanitäre Seite der Astrologie einem grösseren Publikum bekannt zu machen. Wir stellten deshalb auch einen hohen Anspruch an unsere Schülerschaft. Die beliebte Konjunktion von Jupiter und Mond wird durch ein Lerndreieck zu den drei geistigen Planeten auf eine unpersönliche Ebene gestellt, weshalb wir von der astrologischen Welt wenig persönliche Anerkennung, Ruhm und Ehre für unsere Arbeit erhielten.

Die Sonne

Die Sonne im Zeichen Fische steht am Invertpunkt des 6. Hauses, es ist eine dienende Sonne im doppelten Sinne (Zeichen in seinem Gegenhaus). Von Anfang an ging es Bruno und mir darum, mit Hilfe der Astrologie einen Dienst für die Menschheit zu leisten, d.h. möglichst vielen Menschen einen Weg zu sich selbst aufzuzeigen. Eine Sonne in den Fischen ist dafür sehr geeignet und das 6. Haus stellt ein weites Gebiet des Dienens und Helfens bereit.

Vergleich Grund- und Häuserhoroskop

Im Vergleich Grund- und Häuserhoroskop fällt sofort auf, dass sich die Sonnen-Aspektierung verändert. Das Nach-aussen-hin-geöffnet-Sein der Fische-Sonne im Grundhoroskop (Lücke zwischen Mars und Sonne) wird jetzt durch ein hinzukommendes Sextil und Halbsextil geschlossen. Die Sonne im Häuserhoroskop bekommt ein "Äuglein", eine Informations- und Lernfigur dazu. Diese erhöht gleich einem Radarschirm die Informationsbereitschaft und die intensive und erfolgreiche Nachaussenwirkung im 6. Haus. Wir können heute sagen, entsprechend dem Häuserhoroskop haben wir während unseres Tuns viel dazugelernt. Tatsächlich konnten wir den Effekt des Lernens und Lehrens in 20 Jahren wirkungsvoller gestalten, auch in geistiger Hinsicht haben wir viele Menschen "auf den Weg" gebracht – und wir haben gelernt uns nach aussen zu schützen.

Der Saturn

Es fällt gleich auf, dass Saturn im Widder am DC, dem DU-Punkt, un-aspektiert ist. Wir wissen aus unseren Deutungsregeln, dass solche Planeten immer eine besonderen Akzent geben. Saturn mit der Forderung nach gleichbleibenden und sicheren Kontakten bringt hier in der Du-Beziehung einen Unsicherheitsfaktor herein. Die Unterstützung durch andere ist deshalb nicht gesichert, sie muss stets neu errungen und durch neue Sympathiebeweise stabilisiert werden.

Mars-Mondknoten

Dabei gibt der Mars mit dem Mondknoten aktive und dynamische Widder-Impulse an die Umwelt weiter, kann die Kontakte auch mitreissen und begeistern, so lange sie da sind. Auch hier müssen immer wieder neue Kontakte errungen und lebendige und dynamische Kontaktbereitschaft gezeigt werden. Tatsache ist, dass heute nach 20-jähriger Lehrtätigkeit 7000 bis 8000 Schüler durch unsere Schule gegangen sind, und ständig kommen neue dazu. Wir müssen uns also immer wieder auf neue Menschen einstellen, wir dürfen nicht stehen bleiben, sondern wir müssen mit unseren neuen Schülern weiterwachsen. Dabei bleiben wir auch lebendig und hoffentlich noch lange jung, wie es einem Widder-Mars gefällt. Der aufsteigende Mondknoten mit Mars verbunden ist eine deutliche Aussage, dass wir diesen ständigen impulsgebenden Kontakten nicht ausweichen dürfen, sondern dafür offen und bereit sein sollen, unser Bestes zu geben. Wir mussten im wachsenden Betrieb auch lernen, Verträge mit Mitarbeitern und Angestellten auszuarbeiten und ernst zu nehmen. Am Anfang glaubten wir, alles ginge bei Gleichgesinnten mit Handschlag. So lernten wir mit dem Mondknoten aus der Erfahrung Partnerschaften vertraglich abzusichern.

Der Alterspunkt

Wir wollen nur einige markante Punkte herausschälen. Der erste Primäraspekt (Opposition Saturn) war bereits im April 1968 wo der erste Kurs begann. Die Opposition zum Mars und Mondknoten fand im August 1969 statt. Das gab uns einen starken Auftrieb in der Wirkung nach aussen. Im Juli 1969 begannen wir mit einem Ferienkurs in Todtmoos-Rütte im therapeutischen Zentrum von Graf Dürckheim über die Landesgrenzen hinauszuwachsen. Das war der Auftakt zur neuen Expansion. Immer, wenn der AP in Aspekt zur Mars-Mondknoten-Kon-junktion im Widder kam, erhielten wir neue Impulse von aussen und reagierten mit neuen Ideen und Plänen. Interessant dabei ist, dass der Alterspunkt immer während etwa 2 Jahren keine Aspekte macht, dann aber, mit dem Aspekt zum Mars/Mondknoten, wieder einen neuen Expansionszyklus einleitet, der die nächsten 2 bis 3 Jahre andauert, weil die Aspekte des AP nacheinander die ganze Aspektfigur durchlaufen.

Der erste AP-Planetenübergang (Neptun im 2. Haus) fand im Juni 1977 statt. 1977 war für API ein ereignisreiches Jahr. Es war der Beginn sowohl von Morschach, von Elba wie auch von Oetz. In diesem Jahr ist es uns gelungen vom 12. bis 25. Juni 1977 in Pomonte an der Westküste der Insel Elba die zwei Pensionen Sardi und Märe zu finden, wo wir bis zum heutigen Tag unsere Elba-Ferienkurse abhalten. Auch das Himmelfahrt-Semi-nar fand 1977 erstmalig in der Schweiz in Morschach statt und ebenfalls begannen wir das Herbst-Seminar in Ötz/Tirol. Die Jahre vorher hielten wir alle Seminare in Achberg ab, das uns aber 1977 zu klein geworden war. Ebenfalls 1977 fanden wir nach langem Suchen einen geeigneten Raum für die Tierkreismeditationen in Zürich. In diesem Jahr wurde auch unser erstes Enkelkind Raphael geboren.

1978 ging der Alterspunkt im Juni in das Zeichen Schütze. Die Expansion nach Amerika nahm zu diesem Zeitpunkt ihren Anfang. Am 27.7. bis 1.8.1978 nahmen wir das erste Mal an der Konferenz der "American Federation of Astrologers" (AFA) in Atlanta, Georgia in USA, als Referenten teil. Das begründete unsere Expansion in den englischen Sprachraum, wo wir dann regelmäs-sig alle 2 Jahre an den grossen AFA-Kongressen in USA, und an den AA-Kongressen in England teilnahmen.

1981 war der 1. Astrologie-Weltkongress in Zürich, der unter dem Aspekt zum Mars-Mondknoten wiederum einen neuen Expansions-Zyklus für API einleitete. 1982 und 1983 waren sehr erfolgreiche Jahre. 1983 im Mai hatte der AP ein Trigon zum Jupiter, wir unterzeichneten in diesem Monat den Vertrag für das API-Zentrum in Adliswil. Am 15. September 1983 siedelten wir um, der AP ging im Sept. in das Zeichen Steinbock, das im API-Horoskop den IC, das 4. Haus beherrscht. Ein eigenes sicheres Haus entspricht sicherlich diesem erdigen Steinbockzeichen. 1987 war widerum ein Aspekt zum Mars/Mondknoten und unsere Expansion nach Brasilien fand statt. 1988 wird ein ereignisreiches Jahr, die ganze Aspektfigur wird angezündet und es stehen uns in diesem Jubiläumsjahr wirklich viele Ereignisse, Kongresse, Expansionen bevor. 1989 wechseln wir in das Zeichen Wassermann, das uns stark mit dem neuen Zeitalter verbindet und die schöpferische Kraft von Merkur/Venus im Wassermann am Invertpunkt zu wirken beginnt. Diese wird bis 1995 anhalten, bis der AP das Zeichen Fische betritt.