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Titel Ausgabe 48



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Zurück Ausgabe 48 vom 18.02.1989 • Seite 25ohne Login!

• Grundwissen

Die dreidimensionale Häuserlehre, Teil 3

Louise Huber

Das 6. Haus

Es ist das Haus des Existenzkampfes, der Arbeit, des Dienens und Reifens, der Wiedergutmachung, aber auch des Versagens, der Krankheit. Hier müssen wir die Notwendigkeiten des Lebens erfüllen. Arbeit, Dienst und Abhängigkeit, Erfolg und Misserfolg, sind die Themen dieses Hauses.

Die 3 Ebenen

1. Existenzsorgen, Arbeitskraft, Unterwürfigkeit

2. Dienstverhältnis, Unzufriedenheit, Leiden

3. Fehler wiedergutmachen, Heilen, Helfen, Dienen.

Auf der materiellen Ebene ist es unser körperliches Überleben, das uns beschäftigt. Wir arbeiten, um Geld zu verdienen, damit wir das zum Leben Nötige herbeischaffen können. Wir sind voll und ganz damit beschäftigt, die vielen kleinen Dinge zu tun, die fürs Leben notwendig sind, wir sind eingespannt in das Pflichtenheft des kleinen Mannes. Von früh bis spät versuchen wir, den täglichen Notwendigkeiten geschickt zu begegnen und fühlen uns am Abend ausgelaugt, müde, unglücklich. Auf dieser Stufe glaubt man nicht, dass man sich niemals aus diesem Kreislauf des Existenzkampfes befreien kann. Viele sind überzeugt, dass sie im Schweisse ihres Angesichtes ihr Brot verdienen müssen. Andere glauben, sie haben nur Existenzberechtigung, wenn sie Leistungen erbringen, wenn sie schwer arbeiten und gewissenhaft alles tun, was ihnen aufgetragen wird. Auf dieser blinden Stufe wird man zur Abhängigkeit erzogen, man hat nichts zu sagen, man muss sich dem Existenzjoch unterwerfen und das tun, was andere erwarten. Man ordnet sich dann auch knurrend oder freiwillig unter, arbeitet gehorsam, dient nach allen Seiten und lässt sich von den Oberen ausnützen und missbrauchen. Viele sehen keine Möglichkeit, wie sie sich von dem Zwang, das fürs Leben Notwendige herbeizuschaffen, befreien können.

Auf der psychischen Ebene wird das sechste Haus ein Feld des Leidens. Man beginnt sich zu fragen, ob es gerecht ist, dass man so für sein Überleben kämpfen und arbeiten muss, ob das alles ist, was das Leben einem bietet. Man zweifelt daran, dass man nur lebt, um von früh bis spät zu arbeiten, damit man das Nötige zum Essen hat. Man leidet darunter, wenn man nur niedrige untergeordnete Arbeit verrichten muss, obwohl man weiss, dass man mehr könnte. Man beginnt, sich aufzulehnen, weil man sich ungerecht behandelt, missbraucht oder ausgenützt fühlt. Auf dieser Ebene ist das sechste ein Krisenhaus, ein karmisches Feld, wo man das Kreuz zu tragen hat, wo man Schulden zurückzahlen muss, wo man Fehler wiedergutmachen muss. Im positiven Falle ist es ein Feld des Dienens, des Helfens und Heilens. Aber zuerst muss man selbst gelitten haben oder krank geworden sein, bevor man anderen helfen oder sie heilen kann. Dann interessiert man sich für Gesundheitsfragen, für alternative Behandlungsmethoden, für das Heilwesen schlechthin. Viele lassen sich umschulen und erlernen einen sozialen Beruf. Dies ist die Umpolung von einem psychisch labilen, von aussen manipulierbaren Gefühl zu einer gebenden und helfenden Sensitivität, wo man sich in die Not des anderen hineindenken und Abhilfe schaffen kann. Wenn man das nicht schafft und am falschen Arbeitsplatz versauert, dann wird man krank, weil im sechsten Haus psychosomatische Prozesse stattfinden. Die seelische Unausgeglichenheit, der ständige Missbrauch eigenschöpferischer Kräfte, die innere Zwangssituation schlagen sich im Körper nieder. Man somatisiert, solange das Selbstwertgefühl nicht durch den Einsatz des eigenen Könnens für andere gefestigt werden kann.

Auf der mentalen Denkebene muss man sich etwas aneignen, was aus dem eigenen autonomen Selbst kommt. Man sollte sich darum bemühen herauszufinden, welche Arbeit man wirklich aus seinem Inneren heraus tun will. Beruf und Berufung sind die Themen, die auf dieser Stufe in diesem Haus eine Antwort suchen. Man beginnt zu lernen, sein Wissen zu verbessern, einen anderen Beruf zu erlernen oder den Arbeitsplatz zu wechseln. Aus dem Bedürfnis dieses Hauses heraus, zu dienen und zu helfen, kann man einen sozialen Beruf ergreifen. Man muss sich berufen fühlen, man muss gebraucht werden, dann wachsen die inneren Kräfte, dann kann man in diesem Haus vieles zum Besseren hinführen. Es ist auch das Haus des sozialen Engagements, man leidet mit anderen und will das Leid der anderen mildern, deshalb wird man ein Helfer, ein Diener, ein Lehrer, ein Heiler. Damit gewinnt man diesem Haus seinen höchsten Sinn ab, das Dienen im Geistigen ist die Transformation der untergeordneten ersten Stufe, wo man servil ist, herumkriecht und fragt: wie hätten sie es gern, wo man sich demütigen lässt, schlagen lässt, wie ein Sklave lebt. Aber auf der dritten Stufe wird man frei von diesem Zwang und hilft den Notleidenden, man kehrt den Spiess um, macht aus der Schwäche eine Stärke.