Astrolog-Archiv

(Bitte auf den jeweiligen Ausgaben-Block klicken, um die entsprechenden 20 Ausgaben anzuzeigen)
Artikel in grüner Farbe sind ohne Login zugänglich!
Ausgaben » [1-20] [21-40] [41-60] [61-80] [81-100] [101-120] [121-140] [141-160] [161-180] [181-200] [201-218] Aktuelle Ausgabe
• Suche (Autoren, Titel, etc.) » Inhaltsverzeichnis • Suche nach Begriffen in Artikeln »
Titel Ausgabe 58



Archiv-Übersicht
Nach oben Nach oben
Zurück Ausgabe 58 vom 23.10.1990 • Seite 25ohne Login!

• Grundwissen

Die Aspektfiguren, Teil 3

Ruth Schmidhauser

Die blau-grünen Figuren

Alle drei blau-grünen Figuren (Suchfigur, Projektionsdreieck und Auge) sind Dreiecke, die aus zwei grünen und einem blauen Aspekt bestehen. Sowohl die grüne Farbe als auch die Form des Dreieckes betonen das Suchen nach dem Sinn, die Flexibilität und das Bedürfnis nach Wissen, dem veränderlichen Kreuz entsprechend.

Die Such-Figur

Diese blau-grüne Figur, die nur in einer Hälfte des Horoskopes wirksam ist, kann den Gesamtcharakter nicht im selben Mass bestimmen wie eine Aspektfigur, die das Zentrum umfasst. Es kann sich bei der Beschreibung dieser Figur nur um einen Teilaspekt des Horoskopeigners handeln, der wahrscheinlich durch andere Figuren überlagert wird. Die Such-Figur verkörpert durch die grünen Aspekte und das Dreieck die veränderliche Qualität fast rein. Sie wirkt anpassungsfähig, sanft, suchend, zurückweichend im Bereich der Planeten, von denen sie gebildet wird. Mit dem Trigon kommt eine Talentausrüstung hinzu, die das Suchen nach Wissen oder nach dem Sinn unterstützt.

Das kardinale Kreuz fehlt ganz in dieser Figur, wodurch sie für solche Impulse nicht ausgerüstet ist. Erfährt man mit dieser Figur eine stürmische, fordernde oder aggressive Annäherung, bleibt nur die Flucht. Das wird spürbar, wenn diese Figur allein in einen Horoskopraum greift oder wenn sie den Kontaktraum (DC) bestimmt.

Die Such-Figur macht in ihrem Bereich schutzlos, da man sich gegen heftige Impulse weder zur Wehr setzen noch abgrenzen kann. Je kräftiger ein Aspektbild ist, desto besser kann es solche Figuren verkraften.

Ein inkoheräntes, aufgelöstes Aspektbild erschwert die Abgrenzung, wodurch die Such-Figur zu Suchtneigung oder zu Realitätsflucht führen könnte.

Das Auge

Das Auge ist die kleinste aller Aspektfiguren, es umfasst nur zwei Häuser. Damit ist diese Figur auf ein kleines Interessensgebiet ausgerichtet, in welchem sie sehr aktiv ist und die veränderliche Qualität konzentriert zum Ausdruck bringt.

In seinem Bereich bewirkt das Auge durch seine Flexibilität, sein Suchen, seine Wachheit eine konzentrierte Aufmerksamkeit, deshalb der Name «Auge». Im Bereich dieser Aspektfigur werden Informationen gesucht und gefunden, wird genau beobachtet. Dem Auge entgeht nichts. Wie von einem Radarschirm wird alles aufgenommen.

Bei geeigneten Planeten ist das Auge intelligenzfördernd. Die Figur erträgt keinen Druck, da auch diese Figur für kardinale Impulse nicht ausgerüstet ist. Setzt das Milieu im Bereiche dieser Figur Druck an, kann sich die Potenz dieser Figur nicht entfalten.

Wir können uns leicht vorstellen, dass beispielsweise ein Lehrer, dessen Struktur weitgehend vom kardinalen Kreuz bestimmt ist, ein Kind mit einer vorwiegend blau-grünen Struktur überfahren würde, es sei denn, er wäre sich seiner Konstellation bewusst und dadurch in der Lage, sich auf andere Strukturen einzustellen.

Die Projektions-Figur

Die Projektions-Figur ist die einzige unter den drei blau-grünen Figuren, die das Zentrum umfasst. Damit ist sie raumgreifender als die beiden anderen.

Die beiden Quincunx-Aspekte bringen viel Unsicherheit und Zweifel in diese Aspektfigur, je nach Planeten auch Sehnsüchte. Vor allem der Planet am grünen Ende der Figur erfährt eine starke Verunsicherung durch seine nur grüne Bestrahlung und durch seine grosse Distanz vom substanztragenden Sextil.

Die beiden Basisplaneten sind durch die Qualität des Sextils in einem permanenten Lernprozess, indem sie zur rechten Zeit am rechten Ort sind. Der Spitzenplanet wird laufend mit Informationen versorgt, die ihn allerdings verunsichern, da er sich nirgends festhalten kann, und da er mit diesen Informationen alleine dasteht.

Die permanente Verunsicherung könnte den Horoskopeigner dazu veranlassen, nach einem Halt zu suchen, den er möglicherweise bei einem Partner finden könnte, der diesen Planeten kräftiger gestellt hat. Damit übergibt er dem Partner den verunsicherten Planeten, um diese Verunsicherung nicht mehr wahrnehmen zu müssen. Dadurch lebt der Partner diesen Planeten noch intensiver, indem er ihn für beide Beteiligten übernimmt, wobei er vom Horoskopeigner unterstützt wird. Dieser ist froh, einen so starken Partner zu haben.

Diese Projektion bedeutet für den Horoskopeigner eine Schwächung, da er eine Planetenkraft abgegeben hat, so dass nun nicht mehr alle Instrumente zur Verfügung stehen. Um seine Verunsicherung nicht mehr zu spüren, hat er den Preis der Abhängigkeit vom Partner bezahlt.

Der Sinn des Projektionsdreieckes besteht in der Aufforderung an den Spitzenplaneten, die Verunsicherung oder die Sehnsüchte auszuhalten, um lernen zu können. Durch Annahme der Verunsicherung wird der Wille gestärkt, wird Wachstum möglich.

Die Projektions-Figur bietet eine Chance, mit dem grünen Planeten in einen neuen Raum hineinzuwachsen, Neuland zu erschliessen. Dal dieser Prozess nicht leicht ist, wird! oft die Projektion dieses Planeten auf andere Menschen vorgezogen.

Die Streber-Figur

Bei der Streber-Figur finden wir das Projektionsdreieck ergänzt durch eine Opposition im Innern und durch zwei weitere grüne Aspekte. Dadurch wird ein Viereck gebildet, das viel mehr dazu neigt, festen Vorstellungen nachzuleben als dies beim Dreieck der Fall ist. Die Opposition bringt Kraft in die Figur, die sich optisch stark grün-rot präsentiert.

Der grüne Pol des Projektionsdreieckes ist durch die Opposition gestärkt, gekräftigt worden. Die Kräfte scheinen von der Basis der langgestreckten Figur aus der Spitze zuzufliessen, zuzustreben, deshalb der Name Streber-Figur. Sie konzentriert sich auf den Spitzenplaneten, dorthin wird gezielt. Die Streber-Figur greift aus nach dem Raum des Spitzenplaneten, ehrgeizig und zielgerichtet, nicht unsicher wie die Projektions-Figur. Hier stehen die beiden Quincunx-Aspekte im Dienste der Opposition. Die rot-grüne Qualität macht gereizt, unruhig, es fehlt das Ausruhen. Vor allem beim senkrechten Stand dieser Figur strebt man zielgerichtet nach oben, ohne sich von anderen ablenken zu lassen.

Die Streber-Figur ist klar gerichtet, sei dies senkrecht oder waagrecht. Das Ziel wird angestrebt ohne sich ablenken zu lassen.