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Titel Ausgabe 76



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Zurück Ausgabe 76 vom 22.10.1993 • Seite 2ohne Login!

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Neue Aspektfiguren

Bruno Huber/Barbara Schmidt

In der Huber-Schule wurden beim Aspektbildlesen bis jetzt 20 verschiedene Aspektfiguren klar definiert. Ein Studienblatt zeigt diese auf zwei Seiten. Mittlerweile hat es sich herausgestellt, dass es noch eine ganze Anzahl weiterer Aspektfiguren gibt. Bruno Huber hat darüber bei der Beraterausbildung in Achberg im Juli 1992 einen Vortrag gehalten. Barbara Schmidt hat diesen Vortrag vom Tonband abgeschrieben und lektorisch so gut bearbeitet, dass er als Diplomarbeit anerkannt wurde. Da viele API-Schüler und Astrolog-Leser an dieser Arbeit interessiert sein dürften, bringen wir nachfolgend die Darstellung von neun neuen Aspektfiguren.

Pandoras Büchse

Die Figur ist ein Fünfeck, aber kein Pentagramm, da sie nicht symmetrisch ist. Man könnte das blaue Dreieck herausschälen, dann bleibt die "Büchse" als Viereck übrig, dem ein blauer Deckel aufgesetzt ist. Er versiegelt die Büchse und hält das zurück, von dem man sagt, es sei das ganze Übel der Welt.

Doch so schwarz/weiss ist die Figur nicht, da sie eine gewaltige Dominanz von grünen Aspekten hat. Als Fünfeck aber bietet sie noch mehr Sicherheit als ein Viereck. Als Figur, die innen ausschliesslich grün, aussen rot und blau ist, erscheint so ein Mensch, der Umwelt rot/blau, das heisst ambiva-lent, der starke Kontraste in sich trägt und Widersprüche im Verhalten oder in seinem verbalen Ausdruck zeigt. Es ist diesem Menschen zunächst unbewusst, dass es in ihm ständig arbeitet.

Die griechische Mythologie hat uns viele Archetypen und Symbole überliefert, die grundsätzlich schwarz/ weiss gezeichnet sind. Es gab noch kein Konzept dafür, was hier in der Büchse ist, und was man heute in den grünen Aspekten symbolisiert versteht, nämlich (schlafendes oder wachendes) Bewusstsein, die Fähigkeit zu differenzieren. Ptolemäus hat zwar bereits die grünen Aspekte erwähnt, konnte sie aber noch nicht definieren, "sie sagen sich nichts".

Bis ins heutige Jahrhundert wurden die grünen Aspekte übergangen. Äusser-lich gibt der Mensch, der diese Figur in seinem Horoskop hat, gegensätzliche Verbalurteile von sich, mit denen er glänzt. Das macht ihm aber selber Schwierigkeiten, denn innerlich funktioniert er ja ganz anders, da er ja bewusstseinsmässig hochdifferenziert verarbeiten kann. Er will oder kann nicht nach aussen anders als dualistisch funktionieren, vielleicht auch, weil die Umwelt ihm das abverlangt.

Dieser Mensch muss verkraften, dass er innerlich grossräumige und grosszügige, feindifferenzierte Massstäbe hat, die er nicht nach aussen umsetzen kann. Er heult mit den Wölfen, was ihm zu einem grossen Problem wird.

Das Übel in der Büchse ist also nach herkömmlicher Auffassung, das differenzierte Bewusstsein, das sich nicht einfach in gut oder schlecht einordnen lässt. Übergewichte, zumal wenn sie eingesperrt sind, wie das Grün in dieser Figur, sind immer schwierig. Öffnet der Mensch die Büchse ein wenig, reagieren immer ein paar aus der Umgebung, zumeist negativ, im glücklichsten Falle neugierig, aber dann vermuten sie gleich etwas Unanständiges.

Der Mensch mit dieser Struktur wird schon in der Kindheit erleben, dass seine Aussagen schroff zurückgewiesen werden. Daraus lernt er, alles für sich zu behalten. Es kann dann passieren, dass er als Erwachsener nicht mehr weiss, welchen Schatz er in sich hat. Sich dies wieder bewusst zu machen, bedeutet Arbeit an sich selbst.

Teleskop / Mikroskop

Diese Figur birgt zwei Möglichkeiten: als Teleskop mit der Blickrichtung in die Weite oder als Mikroskop, mit Blickrichtung auf das, was in der Nähe liegt. Es hängt von der Lage ab, welche Figur gemeint ist. Zeigt die grüne lange Seite nach oben, haben wir ein Teleskop. Beim Mikroskop zeigt der lange grüne Aspekt nach unten. Die Diagonalen der Figur sind blau, die Querseiten rot, Boden und Deckel grün, das heisst in der Symmetrieachse ist die Figur sehr durchlässig. Diese Figur ist sehr sensitiv mit ihrem Farbverhältnis von 2:2:2. Trotz der Dreifarbigkeit steckt in ihr aber eine gewisse Ambivalenz, und das Grün kann gelegentlich zu schaffen machen.

Hier herrscht nicht eine Schutzhaltung vor, sondern der Mensch traut sich eher einmal, das Grün auch einzusetzen. Die besten Anwendungsmöglichkeiten hat man, wenn man ganz genau hinschaut.

Die Figur ist in jeder Lage in beiden Richtungen brauchbar. Aber das setzt eine gewisse Eigenbewusstheit voraus. Man muss wissen, dass man diese Anlage in sich hat und muss gelernt haben, sie zu handhaben.

Mit dem Halbsextil kann man akribisch genau unterscheiden und mit der Quinkunx grosse Zusammenhänge sehen. Bei entsprechender Bewusstheit wird man fähig, aus dem Kleinen heraus das Grosse zu verstehen. Sonst sieht man nur alles in seinen grossen Zusammenhängen und weigert sich, auch die Kleinigkeiten zu sehen (Teleskoplage) , oder man schaut immer auf die Kleinigkeiten und ist am Grossen uninteressiert (Mikroskoplage). Das sind Einseitigkeiten, die als Grundanlage in dieser Figur stecken. Man sieht alles zu eng (eine Seite der Figur ist eng) und lässt den anderen Standpunkt nicht gelten. Die Figur neigt als Viereck zu einer Sicherheitshaltung. Wichtig ist, dass die roten Seiten die Kraft geben, um beim Beobachten lange aushallen zu können. Die blauen Diagonalen geben die Fähigkeit zur Absorption.

Diese Figur zeichnet sich, unabhängig von den tangierten Planeten, durch ein sehr gutes Gedächtnis aus. Das lässt sich bei allen Figuren mit blauen Diagonalen beobachten (blau sammelt und behält).

Man kann die Figur auch als eine Art Kübel betrachten, allerdings, mit etwas wackeligem Boden, das heisst keinem festen Standpunkt. Der rote Aspekt gibt Kraft, in schwierigen Lebenslagen auszuhalten (gestaltet und variiert durch die Eckplaneten).

Wichtig ist es, diese Figur als eine Art Durchlassmechanismus zu sehen, wobei die grünen Aspekte Linsen (Unsichtbares wird verdichtet), Membranen (Unhörbares wird verdichtet) oder Sensoren (Unspürbares wird verdichtet) sind.

Fischreuse

Die blauen Aspekte bilden stabile seitliche Wände. Das Quadrat schliesst das breitere Ende der Figur ab, das aufgestellt, einen massiven Korb mit einer engen sensitiven Öffnung und einem dicken Bauch bildet.

Zeigt die rote Seite nach oben, wirkt die Figur wie ein Staubsauger, der sich auf Menschen richtet und sie vereinnahmt, wenn er sie hereingelassen hat, und die dann nicht mehr frei kommen. Nicht dass sie festgehalten werden, sondern sie finden aus dem System nicht mehr heraus.

Als senkrecht stehender Korb wirkt die Figur wie ein Auffangbehälter. Durch die enge Öffnung kann jedoch nur wenig hindurchfallen. Daher kann es bei diesem Menschen zu Vereinsamung kommen (Einsiedler-Qualitäten).

Da die grünen Diagonalen sich im Innern der Figur kreuzen, sind diese Menschen im hohen Masse fähig, das Aufgenommene zu verarbeiten und bewusstseinsmässig zu verwerten. Gute selektive Lernfähigkeit.

Diese Figur hat extrem verschiedene Ausformungen: vom Ausbeuter bis zum Kreativen. Da die Figur aber vorwiegend blau/grün ist, findet man als grundlegende Anlage eine gewisse Bequemlichkeit. Man möchte sich nicht allzusehr bemühen. Die Gefahr ist bei dieser Figur, dass aus Bequemlichkeit die Weisheit verpasst wird.

Schmetterling

Dies ist eine dynamische Strichfigur, wobei die Bewegung in sich selbst, wie bei einer Acht, zurückläuft, eine ewig kreisende Figur. Da die Figur dahin tendiert, sich in den Kreislauf einzuspielen, erbringt sie trotz ständiger Bewegung nichts Neues, sondern kann in ihrer Reflexhaftigkeit sinnlos werden. Der Bewegungsdrang spielt eine bestimmende Rolle, denn die Figur ist nur zweifarbig mit 2 : 2 Anteilen. Die Qualität ihrer Bewegung ist eher flüchtig. Man lässt sich nicht gerne festlegen. Heftige oder zielgerichtete Bewegung wird man hier nicht finden, dazu braucht es rote Aspekte.

Diese Bewegungen lassen sich eher mit einem Tanz vergleichen. Auf Grund der Länge der Figur hat sie eine gewisse kanalisierende oder richtunggebende Wirkung in sich. In der Symmetrieachse fliessen die Energien in eine der beiden möglichen Richtungen.

Menschen mit einer solchen Figur sammeln (blau) mit ihren tänzelnden Bewegungen viele Informationen (grün) und tragen sie mit sich, ohne zu wissen, was sie damit anfangen sollen.

Diese Figur ist recht interessant und unterhaltsam, da sie für das, was der Mensch aufnehmen kann, stark von den Reizen der Umwelt abhängig ist. Das Reizerlebnis wird als etwas sehr persönliches empfunden (die grünen Aspekte sind im Innern der Figur). Die blauen Aspekte wirken wie Schilder, die vieles abhalten. Das bedeutet auch, dass diese Menschen, wenn sie nicht wollen, unangreifbar sind, ausser man erwischt sie an den offenen Kanten. In einem grösseren Aspektverband kann diese Figur eine sehr nützliche Wirkung haben.

Die Figur ist vorwiegend ein lustbetonter (blau) Informationssammler (grün), ein Springinsfeld mit neutraler Haltung. Die Art der "Lust"bestimmen die Planeten, die in der Figur stehen, zum Beispiel intellektuelle Planeten deuten auf einen recht schwatzhaften Menschen hin.

Pufferfeder / Schild

Die Pufferfeder ist eine Strichfigur, das Schild eine Vierecksfigur. Da der Orb eines Halbsextils sehr klein ist, kommt das Schild seltener vor. Diese Figuren beinhalten eine Art Schutzmechanismus und sind perfekte "Energieum-setzmaschmen".

Ein Schild hat etwas Starres an sich. Man hält ihn vor sich hin, kämpft aber nicht damit. Man versucht damit, die ankommende Kraft des Feindes abzuhalten, beziehungsweise zu absorbieren. Die Absorptionskraft dieser Figur ist durch die blauen Aussenflächen sehr gross. Man kann damit harte Schläge hinnehmen, die in Substanz umgesetzt werden. Man kann mit dieser Figur wesentlich mehr einstecken als einem zugetraut wird. Dazu kommt, dass man sich lauthals beklagt (Halbsextile).

Ist nur ein Halbsextil vorhanden, funktioniert das Schild instabil und bekommt immer wieder Schlagseite. Das wird als schmerzhaft empfunden und mindert die Absorptionskraft. Die Umwelt bemerkt sehr schnell die weiche und verletzliche Stelle. Bei der Pufferfeder wird der erlittene Schlag zwar in Substanz umgesetzt, aber da diese Figur keine Viereckstruktur hat, kann sie nicht einfach erhalten bleiben. Durch die offenen Seiten gehen die Energien immer wieder verloren.

Menschen mit einer Schild-Figur schützen sich vor Energie Verlust, indem sie sich beklagen, Menschen mit einer Pufferfeder tun das kaum. Eine Strichfigur ist ja grundsätzlich anders motiviert (Bewegung, die mit Schlägen rechnet), als eine Vierecksfigur. Sie fühlt sich auch nicht berechtigt, sich zu beklagen, sondern sucht eigentlich die Schläge. Andererseits kann die Pufferfeder auch hart im Selberpuffen sein.

Läufer (Springer)

Zum Laufen braucht man Kraft und die hat diese Figur mit ihren zwei Quadraten (im Gegensatz zum Schmetterling). Rote Aspekte sind Energie, mit denen man schaffen kann (zum Beispiel andere drücken), man ist aber auch selber sehr druckempfindlich. Auf Druck von aussen reagiert diese Figur sehr stark mit Bewegung, indem sie zunächst einmal läuft oder springt. In der Figur steckt ein Fluchtmechanismus oder -reflex. Eigentlich ist es nicht ihre Art, kämpferisch zu sein. Innen blau, empfindet sich der Mensch selber als harmonisches Wesen, das seine Ruhe haben möchte.

Schon in der Kindheit entwickeln sich hier reflexhafte Mechanismen, die eine gewisse Süchtigkeit auf bestimmte Bewegungen und Betätigungsformen entwickeln können. Man braucht diese Figur nur an einer Ecke

anzustossen, schon wird sie aktiv. Dabei steckt sie immer, im Unterschied zum Schmetterling, irgendwo in Widersprüchen (rot/blaues Polaritätsdenken). Man setzt unter Umständen in der Projektion ein Mass an die Welt (blau), das für diese aber nicht tauglich ist. Manche Menschen reagieren darauf mit Arbeitswut (work-aholics) oder, je nach Planeten, mit Sport oder Sex.

Wenn er einmal angestossen wird, läuft dieser Mechanismus von selber und ist nur kontrollierbar, wenn man ihn erkennt. Ist die Figur Teil einer grösseren Figur, gelingt das besser. Sie sollte durch andere Figuren Grün aus dem Askpektbild bekommen, das Sensivität hineinbringt.

Trampolin

Auf dem roten Boden stehen zwei blaue beweglich aneinandergefügte Stahlstützen, die wie eine Zugfeder wirken, darüber ist ein grünes Gummituch gespannt. Auffallend ist, dass die Vierecksfigur drei grüne und eine rote Seite hat. Solche Menschen wirken nach aussen rot/grün, das heisst sie reagieren direkt, sind hypersen-sitiv und leicht reizbar, hören das Gras wachsen, sind immer hellwach und können keine starre Haltung einnehmen.

Innerlich haben sie oft eine idealistische Auffassung (blau), sind von höchster Sensibilität, und die Mei-nungsaumahme muss zum inneren Ideal passen. Hauptthema für solche Menschen ist, sich immer wieder auf veränderte Umstände einstellen lernen und mit neuen Menschen zurechtkommen. Die inneren Messkriterien geben die Kraft, um darauf zu reagieren.

Für die Umwelt haben Menschen mit einer Trampolinfigur nicht unbedingt viel Stehvermögen, da sie sich nach aussen nie fixiert geben.

Mit dieser Figur ist man ein ausdauernder Wissenssammler, das heisst man möchte möglichst viel von der Welt erfahren. Das geschieht auf der intellektuellen Ebene, wenn intellektuelle Planeten darin stehen. Das Wissen mit Kraft in die Tat umzusetzen, dazu reicht das kleine Quadrat nicht aus, da gehören noch andere Elemente aus dem Horoskop dazu. (Dominantes Element bei Gorbatschov.)

Wanne

Menschen, bei denen das Grün überwiegt, sind immer sehr sensitiv, kommen aber nicht so ganz mit dem Leben zurecht. Sie geraten leicht ins Chaotische, wobei die Umwelt mehr Anpassung fordert. Die Wanne zeigt den konstruktiven Versuch, das "Wasser nicht ablaufen ", das heisst die Dinge nicht auseinandergleiten zu lassen. Ein stabiler, energiereicher Boden mit zwei massiven Wänden bildet den Rahmen für das (grüne) "Schaumbad". Es ist eine Grossfigur, bei der das Wesenszentrum im Inneren der Figur liegt und bestimmt daher, auch wenn noch andere Aspekte vorhanden sind, das Profil des Menschen. Da dieser Figur eine gewisse vertrauensselige Schläfrigkeit innewohnt, gerät der Mensch leicht in Schwierigkeiten, wenn er eine zu einfache Mentalität an den Tag legt. Hat man bei sich alles ein "bisschen" in Ordung gebracht, ist die Welt in Frieden. Doch die Umwelt kann diesen Frieden sehr empfindlich stören, da die Wanne eine grosse Öffnung hat.

Mit den zwei grünen Aspekten im Inneren neigt der Mensch zu einer starken Subjektivität und Empfindlichkeit in der Wertung des Wahrgenommenen. Durch die eigene Blauäugigkeit sieht er die Dinge unter Umständen zu positiv und zu rosig und ist zu vertrauensselig.

Man kann noch eine andere Neigung feststellen, was aber von den beiteiligten Planeten abhängt. Zeigt die Wanne im Aspektbild mit der grünen Aussenseite zum DC, kann das eine starke Abhängigkeit von der unmittelbaren Umwelt, das heisst von dem anzeigen, was um den Menschen herum geschieht. Wie eine Schröpfglocke hat diese Figur dann die Tendenz, alles in sich hereinzuziehen und auszusaugen. Natürlich fühlt sich dieser Mensch auch selber häufig ausgelaugt und energielos.

Das Lernen in dieser Figur ist durch lange und harte Erfahrung sowie einer gewissen Lernunwilligkeit gekennzeichnet. Die Schutzphilosophie heisst: schnell mit den einfachen Dingen im Leben in Ordnung kommen. Damit überhaupt etwas geschieht, wird man vom Leben in seiner Empfindlichkeit "gestriegelt", um, vielleicht sogar nur passiv, etwas dazuzulernen.

Diamant

Dies ist die grösstmögliche Aspektfigur, die mit den zehn Planeten und dem Mondknoten möglich ist. Sie hat (theoretisch) 55 Aspekte: 20 : 15 : 20 (Das Idealverhältnis wäre: 31 : 16:8). Diese Figur setzt voraus, dass jeder Planet einzeln steht und 30 Grad Abstand hat. Etwa von acht Ecken an kann man von einer Diamantfigur sprechen. (Das Staatshoroskop von Österreich hat so eine Figur). Beobachtungen haben ergeben, dass allen Menschen, die einen Diamanten im Horoskop haben, eines gemeinsam ist, sie steigen irgendwann, meist in der Mitte ihres Lebens, aus ihrem Beruf, ihrer Familie aus, gehen in die 'Wüste", um dann als Künstler zurückzukehren.

Typisch ist, dass diese Menschen aus der Überstrukturierung, zu der diese Figur neigt, heraus wollen. Sie zeigen sich zuerst sehr strukturiert, da jeder Aspekt, der um das Zentrum liegt, nach aussen geht und an die Umwelt anknüpft. Zwar sucht dieser Mensch die Verbindung, aber bei der Menge der Aspekte fühlt er sich zuweilen auch wie aufgeknüpft.

Menschen mit dieser Diamantfigur sind zunächst ordentliche Bürger, die aber immer wieder Fehlzündungen zeigen, bis sie aus dem "normalen" Leben aussteigen.

Es ist aber auch fast unmöglich, so viele Aspekte zu verkraften (ein Acht-Ecken-Diamant hat schon 28 Aspekte) und in ein Lebensfunktionsnetz zu bringen, das einem nicht aus der Kontrolle gerät. Wegen der vielen Aspekte muss dieser Mensch zwangsläufig ein Spätzünder sein, der einen viel längeren Anmarschweg braucht, wenn er überhaupt durch den Dschungel seiner vielen Funktionen hindurchfindet.

Die Kunst ist hier wohl das einzig wirksame Mittel, sich selbst zu begegnen. Nicht über Worte oder Kopfarbeit, sondern in der Anschaulichkeit gelingt es diesen Menschen, ihrer komplizierten Struktur zu entsprechen.