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Titel Ausgabe 57



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Zurück Ausgabe 57 vom 23.08.1990 • Seite 15nur mit Login!

• Glosse

Eine köstliche Konjunktion

Fred Krotky

Eine köstliche Konjunktion: E R DE


Vergeblich werden wir in einem Horoskop das Symbolzeichen Erde suchen. Da scheint uns selbst Planet Pluto bei der Arbeit vertrauter zu sein. Doch beschäftigt uns nicht ge-rade die Erde als das Zentrum un-seres Lebens im Besonderen? Ist unser Heimatplanet im Horo-skopbild nicht die innerste, duale Ebene, der Erde/Ego-Raum? Befindet sich hier nicht der «Ausgang» für jede Handlung unseres Tuns?
Mit solchen oder ähnlichen Gedan-kengängen schlagen wir uns ja alle mehr oder weniger oft durch die astrologisch-astronomischen Ge-filde. Und in diesem Zusammen-hang finde ich es einmal erwähnenswert, auf eine «geographische» Erde/Erde-Konjunktion hinzuweisen. Bei dieser handelt es sich um den Walliser Winzerort Erde, Zwichen Martigny und Sion, auf etwa 800 m. Höhe auf einer Terrasse gelegen, bietet dieser Ort neben seinem prächtigen Panoramablick auch eine ganze Anzahl von bran-chenbekannten und daher besu-chenswerten Weinkellereien. Besonders eine Herbstwanderung durch dieses liebliche Rebengebiet zeigt auch hier auf, dass das Gegensätzliche, hier in Form der steilen Felswände und des ewigen Schnees der Diablerets-Gletscher im Hintergrund, immer und überall gegeben ist.
Es liegt nahe, dass hier bei Mensch und Landschaft der solare Einfluss überwiegt. Von Nord, Süd und Ost durch hohe Bergketten saturnisch abgeschirmt, scheint diese Tal vor-wiegend harmonische Aspekte aufzuweisen. Hier in dieser Gegend – und – ich gebe zu, auch in einer heiteren Laune, hatte ich einmal schon den Gedanken, die verschie-denen und grossteils köstlichen Weinsorten (Weisswein, Rosewein und Rotwein) mit unseren astrologi-schen Aspekten in Verbindung zu bringen.
Doch bleiben wir für einmal inmitten von Winzern und lauschen ihren vorwiegend sonnigen Rebengeschichten. Da kann es dann schon vorkommen, dass auch ein wenig Rebenkunde den Unkundi-gen erreicht. Folgendes möge dies aufzeigen: So soll es unter Wein-liebhabern solche geben, die glau-ben, ein Rosewein entstehe durch Vermischen von Rot- und Weiss-wein. Welch ein Irrtum. Denn: Der Grundbestandteil des Weines ist ausschliesslich die Traube. Bei voll-ständiger Reife besitzt sie gewisse spezifische Merkmale, die übrigens schon von einer Rebsorte zur anderen beträchtlich varrieren. Das Fruchtfleisch, die Haut und die Kerne verleihen dem Wein ganz bestimmte Eigenschaften. Die Beerenhaut liefert vor allem Gerb- und Farbstoffe. Die Pigmente und das Tannin (pflanzliche Gerbsäure) befinden sich in den Vakuolen der Hautzellen. Solange die Zelle lebt, ist es schwierig, ihr den Farbstoff zu entnehmen. Man kennt mehrere Verfahren, um den Tod der Zellen und die Zerstörung der inneren Zell-kerne herbeizuführen: Hitze, Alko-hol und mechanische Zertrümmerung.

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