Astrolog-Archiv

(Bitte auf den jeweiligen Ausgaben-Block klicken, um die entsprechenden 20 Ausgaben anzuzeigen)
Artikel in grüner Farbe sind ohne Login zugänglich!
Ausgaben » [1-20] [21-40] [41-60] [61-80] [81-100] [101-120] [121-140] [141-160] [161-180] [181-200] [201-218] Aktuelle Ausgabe
• Suche (Autoren, Titel, etc.) » Inhaltsverzeichnis • Suche nach Begriffen in Artikeln »
Titel Ausgabe 8



Archiv-Übersicht
Nach oben Nach oben
Zurück Ausgabe 8 vom 21.06.1982 • Seite 23ohne Login!

• Grundwissen

Die Mondknoten, Teil 1

Louise Huber

Heft Nr.8/21 Juni 1982

Im 4. Haus

(entsprechend Krebs)

Das 4. Haus ist der Hort der Familie, der gemütshaften Bindung an Menschen, die einem nahestehen und mit denen wir eine Gemeinschaft bilden. Diese Beziehungen müssen geklärt werden. Ein Mensch mit dem aufsteigenden Mondknoten im 4. Haus sollte sich mehr um seine Familie kümmern und sich seiner Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, zur Familie und zur ganzen Menschheit bewusst werden.

Der Mondknoten bedeutet hier, dass man sein Bedürfnis nach Liebe, Wärme und Geborgenheit zugibt, dass man seinen Stolz überwindet und sich positiv einordnet in das Kollektiv und von dort her getragen wird. Manchmal schämt man sich seiner Familie oder semer Herkunft, möchte aus

dem angeborenen Milieu herauswachsen, um ein eigenständiges, freies Dasein zu führen. Aber meistens stehen einem Leitbilder (Archetypen) aus dem Kollektiv oder zwingende Ziel- und Wunschvorstellungen der Familientradition im Wege. Diese müssen zuerst geklärt werden, bevor man weiterwachsen kann. Besteht ein Konflikt mit einem Elternteil, sollte dieser unter allen Umständen gelöst werden.

Der gegenüberliegende absteigende Mondknoten im 10. Haus (Steinbock), dem Haus der Individualität, stellt den Weg nach rückwärts dar. Dies bedeutet ein starkes Individualstreben, das häufig durch das Schicksal korrigiert wird. Oft kommt der Strebende nach oben in Engpässe, kein Weiterkommen ist mehr möglich. Blockierung tritt auf, wenn er versucht mit Gewalt weiter nachoben zu steigen.

Der Mondknoten im 4. Haus verlangt ein sich Zurücknehmen, oft ein Hinabsteigen von der erreichten Höhe, um sich wieder als einer von vielen zu fühlen. Erst dann kommt er zur Ruhe, wird locker und hat Zugang zu den Menschen, die er führen will, er versteht sie wieder und sie stehen hinter ihm. Dadurch erhält er Unterstützung, neue Stosskraft. und Lebensfreude, die ihn vorwärtstragen. Oft muss man das Gegenteil von dem tun, was man will, oder man meint zu müssen.


Leitsatz:

Der Aufstieg wird schliesslich dadurch gefunden, dass man mit der Familie, der Herkunft zufrieden wird, sich mit den Eltern, mit dem kleineren oder grösseren Kollektiv aussöhnt - und die Wünsche nach Macht, Ansehen und Besonderheit ins richtige Verhältnis zu dieser Realität bringt.


Im 5. Haus

(entsprechend Löwe)

Hier geht es um die Selbstmanifestation der Persönlichkeit im Rahmen des Kollektivs, um das Erproben der eigenen Kräfte in der Welt Gleichwertiger. Man misst seine eigenen Fähigkeiten mit der Umwelt, lässt sich mit ihr ein und erfährt dadurch seine eigenen Grenzen. Man darf mit dem Mondknoten im 5. Haus keine Angst haben vor Misserfolg, Erniedrigung oder Ich-Verletzung. Gegen Kritik sollte man unempfindlich werden, positive Strahlkraft entwickeln, selbstsicher auftreten und sein Äusseres pflegen. Von seinen Vorhaben darf man sich durch nichts abbringen oder zurückschrecken lassen.

Im 5. Haus sollte man wieder werden wie die Kinder und die Dinge nicht zu

ernst nehmen, spielerisch das Experiment, das Risiko neuer Unternehmungen auf sich nehmen und sich voller Schwung in neue Abenteuer stürzen. Der Mondknoten will hier, dass man das Leben und die Liebe gemesst und die hautnahe Berührung mit dem anderen Geschlecht nicht scheut.

Der gegenüberliegende absteigende Mondknoten im 11. Haus (Wassermann) sagt gerade das Gegenteil. Hier hat man immer Vorbehalte, mit allen möglichen Ausreden vermeidet man vitale Kontakte und körperliche Beziehungen, man verbindet sich nur mit Gleichgesinnten, die auf dem gleichen geistigen oder gesellschaftlichen Niveau stehen. Dadurch wird man nicht nur sehr anspruchsvoll gegenüber seinen Mitmenschen, sondern auch hoch selektiv. Mit dieser Haltung bleibt man meistens ohne echte Liebeserfahrung einsam und verlassen auf seinem elfenbeinernen Turm sitzen.

Um diese Tendenz des absteigenden Mondknotens zu überwinden, sollte man die Vorschriften, Regeln, Ängste und moralischen Hemmungen über Bord werfen, das Wagnis der Liebe auf sich nehmen, ms Leben hineingehen, zum Experiment und zum Ausprobieren bereit sein. Das, was einem entweder durch die Erziehung oder durch falsche Vorstellungen so lange verweigert wurde, sollte man sich zu einem bestimmten Zeitpunkt einfach nehmen.


Leitsatz:

Der Aufstieg wird darin gefunden, dass man trotz schlechter Erfahrungen immer wieder an die Liebe glaubt und alles aufgibt, was einen von den Menschen trennt, wie Kastengeist, Kritiksucht, Überheblichkeit, Snobismus, Stolz und andere elitäre Verhaltensweisen.