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Zum Weltkongress der Astrologie in Zürich

Redaktion

Das Horoskop des Weltkongresses 16.04.81 / 19.00h SOZ Zürich

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen aus aller Welt sich für diesen Kongress angemeldet haben. Es sind jetzt (Mitte März) schon über 1000! Menschen aus Deutschland, USA, Brasilien, Venezuela, Australien, Japan, Schweden, Dänemark, England, Kanada, etc. Während die Anmeldungen eintrafen, sagte ich oft zu Bruno: «Die ganze Welt flattert auf meinen Schreibtisch!»

Als wir 1978 das erste Mal nach unserer Rückkehr aus Amerika die Idee hatten, in der Schweiz auch einmal einen Kongress abzuhalten, so wie es die AFA (American Federation of Astrologcrs) alle zwei Jahre in Amerika tut, da waren wir noch vollkommen unsicher, wie wir das nebst unserem grossen Aufgabengebiet bewältigen könnten.

Zuerst mieteten wir den grossen Kongress-Saal in Zürich. Wir wussten aus Erfahrung, dass diese Säle immer rasch ausgebucht und schwer zu bekommen sind. Wir erhielten einen Termin für Himmelfahrt 1979. Zu der Zeit waren wir aber sehr mit der Herausgabe unseres Buches »Lebensuhr im Horoskop« beschäftigt. Im Frühjahr 1979 mussten wir den Termin auf 1981 verschieben, weil die AFA ihren Kongress 1980 in New Orleans plante. Damals dachten wir nicht daran, dass 1981 zur Zeit des Weltkongresses der Uranus auch (Planet der Astrologen!) seinen 200. Geburtstag feierte, und für unser Vorhaben günstig wäre.

Lange Zeit überlegten wir uns, wie wir all die organisatorischen Arbeiten verteilen könnten. Wir hatten Glück, dass sowohl Ueli Sauter wie Claude Weiss (zwei Stiergeborene) einverstanden waren, mitzumachen. So waren wir schlussendlich mit mir zusammen drei Stiere und ein Schütze, die den Weltkongress organisierten. Da musste wohl alles klappen. Wir waren uns einig, dass wir mit diesem Kongress der Astrologie als Lebenshilfe zum Durchbruch verhelfen wollten, und dass wir alle auf Prognose und Zukunftsvorausschau eingestellten Gruppen und Schulen nicht einladen würden. So war eine geistig aufeinander eingeschworene Gemeinschaft entstanden, die wesentlich zum Erfolg und zur reibungslosen Vorbereitung des Weltkongresses beitrug. Voraussichtlich werden wir in Zukunft wieder einmal solch einen Weltkongress veranstalten.

Berichtigung: Leider ist das Horoskop des Kongresses, das wir auf dem Prospekt abdruckten, falsch. Denn erst nach dem Druck ist die offizielle Verlautbarung gekommen, dass auch die Schweiz dieses Jahr Sommerzeit haben werde. Oben abgedruckt ist nun das richtige. Dazu vielleicht ein paar Worte des Kommentars:

Die Gesammtfigur (das Aspektbild) besteht grundsätzlich aus einemDominant-Dreieck, dem von der Quinkunxseite her ein Projektions-Dreieck, und von der Trigon-Seite ein Ambivalenz-Dreieck eingelagert sind.

Dazu kommt ein angehängter, aus der Figur herausstrebender, Einzelaspekt, sowie der abgelöste (unaspektierte) Planet Merkur.

Das Dominant-Dreieck gibt in seiner Dreifarbigkeit als Lernfigur den klaren Hinweis auf etwas sehr Erfreuliches: Der Kongress wird in seiner Gesamtwirkung für alle Beteiligten ein

Lernprozess werden: Was können wir uns angesichts des Mottos »Astrologie als Lebenshilfe« besseres wünschen?

Selbstverständlich werden Wünsche, Hoffnungen und Spekulationen (Projektions-Figur) in den Kongress hineingetragen. Die eine Hoffnung mag enttäuscht die andere erfüllt werden.

Interessant ist an diesem Horoskop die starke Polarisierung der Kräfte links und rechts, deutlich besonders dargestellt in den beiden Dreier-Konjunktionen: der bei Saturn und Jupiter schutzsuchende Mond im zwölften Haus - eine stark introvertierende Stellung - und die ebenso stark auf das DU zugehende, ja fast zupackende Sonnenkonstellation im Widder am Deszendenten (betont extra vertiert).

Hier scheinen sich zwei zunächst recht widersprüchlich erscheinende Bedürfnisse anzumelden. Die Gefühlsnatur (Mond), die allgemein die Kontaktinstanz Nr. 1 im Menschen darstellt, möchte im »Kreise der Weisen« (Saturn /Jupiter in 12) sich eher von der Welt absondern. Doch scheint das nicht so abwegig, denn Mondstellungen im zwölften Haus finden sich ganz allgemein sehr häufig in Astrologenhoroskopen. Die MARS/SONNE/VENUS-Konjunktion auf der rechten Seite stellt den dynamischen Zielpunkt der ganzen Figur dar. Sie liegt im siebten Haus und zeigt damit zum einen die Urheberschaft des Kongresses durch drei Körperschaften an. Zum ändern kommt hier natürlich ein starker und gezielter Kontaktwille zum Ausdruck, der mir geeignet erscheint aus dem Kongress tatsächlich den Treffpunkt der astrologischen Welt zu machen. Der in der Nähe stehende unaspektierte Merkur mahnt, dass es dabei nicht auf das Bla-bla ankommt, sondern dass eher Kraft und Harmoniestreben (MARS VENUS) bestimmend sein werden.

Schliesslich zeigt der hochstehende Mondknoten - nach dem Talpunkt des zehnten Hauses - an, dass Machtkämpfe unter einigen kampflustigen Astrologen nicht zum Ziel führen können. Wenn nämlich ein Planet oder der Mondknoten »im Schatten« einer Achse steht (hier Ende Zehn) muss man versuchen, die Zielsetzung des nächsten Hauses anzustreben.

Konkret und auf den Kongress bezogen ginge es also für uns darum, uns auf ein Motto zu einigen, das etwa heissen könnte:

»Wirkliche Freundschaften mit Gleichgesinnten anknüpfen!«

Dies zu tun, meine ich, müsste jeder einzelne Beteiligte sich vornehmen.