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Zurück Ausgabe 1 vom 20.04.1981 • Seite 4ohne Login!

• Gesundheit

Astrologie als Lebenshilfe

Dr. Erich Schneider

Menschen aller Altersstufen sind heute beunruhigt und sehen der Zukunft mit einer gewissen Angst entgegen. Sie stehen den vielfältigen Problemen unserer Zeit (Ost-Wcst- und Nord-Süd-Konflikte, Energie-Krise, Umweltverschmutzung, Drogen, Jugendkrawalle usw.) verunsichert gegenüber. Manche geben es auf, nach Lösungen zu suchen. Sie flüchten sich in die tägliche Arbeit, und die verbleibende Freizeit füllen sie mit meist eher oberflächlichen Beschäftigungen aus. Sie reden sich ein, dass sie selbst »ja doch nichts ändern können«... Andere suchen nach neuen Wegen, sei dies innerhalb bestehender Institutionen (Parteien, Kirchen) oder aber in Gemeinschaften, die neuartige Erkenntnisse versprechen (etwa auf dem Gebiet der östlichen Religionen, der Parapsychologie, usw.) Persönliche Probleme werden zudem oft im Rahmen einer Psychotherapie zu bewältigen versucht.

Einer dieser zwar keineswegs neuen, aber in den letzten Jahren auf steigendes Interesse stossenden Wege zum Verständnis der eigenen Persönlichkeit ist die Astrologie. Es muss jedoch klar gesagt werden, das hier nicht die Astrologie des Massenjournalismus mit ihren meist harmlosen und wenig fundierten Empfehlungen gemeint ist. Den meisten Lesern unserer neuen Zeitschrift ist natürlich bekannt, dass es hier um eine ganz andere Astrologie geht. Ihr Ziel ist nicht die Voraussage »glücklicher« oder »unglücklicher« Ereignisse im Leben eines Menschen. Vielmehr geht es ihr darum, durch ein vertieftes Verstehen des Individuums, seiner charakterlichen Stärken und Schwächen, Möglichkeiten von Entwicklung aufzuzeigen. Der Mensch soll anhand der astrologischen Symbolik sein inneres Erleben verstehen als Anlass, immer wieder seine Gewohnheiten, Wertvorstellungen, Sinn und Ziel seines Lebens zu überdenken und notfalls zu ändern.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Arten von Astrologie wird deutlicher, wenn wir im zweiten Fall nicht von Astrologie, sondern von Astrologischer Psychologie sprechen, wie sie insbesondere auch von den Herausgebern dieser Zeitschrift in den beiden letzten Jahrzehnten entwickelt wurde. Dabei ist davon auszugehen, dass so verstandene Astrologie aus dem Erkennen gewisser Zyklen im Geburtshoroskop auf kritische Lebensphasen, krisenhafte Entwicklungen hinweisen kann. Sie vermag jedoch nicht vorherzusagen, wie diese Krisen bestanden werden. Über letzteres, d.h. über die wahrscheinliche Art der Reaktion auf eine bestimmte Problematik, kann jedoch die analytische Psychologie Aufschluss geben. Astrologie und Psychologie können sich in dieser Weise ergänzen. Diese Wechselbeziehung hat auch schon dazu geführt, dass manche Psychologen sich heute intensiv mit der Astrologie befassen. Sie sind überzeugt, daraus für ihre therapeutische Arbeit wertvolle zusätzliche Erkenntnisse über die Persönlichkeit ihrer Klienten gewinnen zu können. (Vgl. Fritz Riemann: »Lebenshilfe Astrologie«, Verlag J. Pfeiffer, München 1976).

Astrologie kann selbstverständlich nicht nur im Zusammenhang mit psychotherapeutischer Behandlung sinnvoll sein. Sie wird sich jedem erschliessen, der die in ihr ruhenden Möglichkeiten wahrnehmen will. Die Erkenntnisse, die ihm sein eigenes Geburtshoroskop, aber auch die Horoskope von Ehegatten, Partnern, Kindern, Mitarbeitern vermitteln können, werden ihn zunächst überraschen. Und häufig wird dann ein vertieftes Studium der Materie die Folge sein. Die heute bei einem Teil unserer Jugend und auch bei vielen älteren Menschen feststellbare Abkehr vom Materiellen und die Hinwendung zu mehr geistigen Werten haben für die weitere Entwicklung der Astrologischen Psychologie gute Voraussetzungen geschaffen. Dies wird auch durch die wachsende Zahl der Teilnehmer an Kursen über Astrologie und verwandte Gebiete sichtbar.