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Titel Ausgabe 2



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Zurück Ausgabe 2 vom 21.06.1981 • Seite 5ohne Login!

• Verbände - Schulen

Der Weltkongress im Spiegel der Medien

Dr. Erich Schneider

Es ist wohl für die meisten Kongressteilnehmer und ganz allgemein für unsere Leser von Interesse, etwas darüber zu erfahren, wie der Kongress von Presse, Radio und Fernsehen beurteilt wurde. Anstelle einer vollständigen Analyse wollen wir uns hier auf einige Aussagen beschränken, die wir für bemerkenswert halten. Eine solche Auswahl hat selbstredend subjektiven Charakter. Wir versuchen dabei, den positiven Stimmen auch negative Äusserungen gegenüberzustellen und überlassen es dem Leser, sich mit den einen oder den anderen zu identifizieren ...

Schon vor dem Beginn des Weltkongresses wurde in vielen Zeitungen und Zeitschriften auf das bevorstehende Treffen der Astrologen hingewiesen. Bereits eine Woche vor der Eröffnung meldete der »Tagesanzeiger« (Zürich), die Veranstaltung sei »fast ausverkauft.« Am Vorabend (15. April) widmete Radio DRS seine Abendsendung »Direkt« einer Diskussion über Astrologie, an welcher die Veranstalter durch Bruno Huber zu Worte kamen. Auch wenn dabei nur einige der vielen Missverständnisse geklärt werden konnten, wurde doch zusätzliches Interesse für den Kongress geweckt.

Während und nach der Veranstaltung war ein überraschend grosses Echo in den Medien festzustellen.

Die »Neue Zürcher Zeitung« berichtete am 21. April auf einer halben Seite über den Kongress, an dem »eine weltweite Renaissance« der Astrologie festgestellt worden sei, was auch die grosse Teilnehmerzahl bewiesen habe. Das wachsende Bedürfnis nach besserer Handhabung des eigenen Schicksals habe sich »im riesigen Absatz von Tonbandkassetten und Büchern« gezeigt. Besonders erwähnt wurde die Bedeutung der Astrologie für die Psychologie und die Psychotherapie, dies unter Hinweis auf die Vorträge von Th. Dethlefsen, B. Ebertin und E. von Xylander.

Am gleichen Tag bezeichnete der »Tagesanzeiger« (Zürich) den »fast sensationellen Erfolg des Weltkongresses« als »Auferstehung der königlichen Kunst der Astrologie«. Viele Referate hätten nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Der Kongress sei als Auftakt zu weiteren astrologischen Tagungen in Zürich zu betrachten.

Das »Badener Tagblatt« vom 22. April nannte den ersten Weltkongress »ein kleines Wunder«. Die Organisatoren hätten es fcrtiggebracht, die bekanntesten Autoren, die sich mit Astrologie

beschäftigten, nach Zürich zu bringen. Wenn man wisse, dass auf diesem Gebiet jeder irgendwo sein eigenes System habe und eine »Schule« die andere nicht gelten lassen wolle, könne man nur staunen. Hier sei vor allem das Gemeinsame betont worden. Dass die Diskussion jetzt erst recht weitergehen müsse, sei nur zu wünschen -inner- und ausserhalb der Astrologie.

Weniger beeindruckt äusserte sich etwa die »Schweizer Illustrierte« in ihrer Ausgabe vom 20. April, wo von einem »Super-Astro-Spektakel« die Rede war und die Leser vor allem durch ein ausführliches und reich bebildertes Interview mit Elisabeth Teissier, »die prominenteste Teilnehmerin des Weltkongresses«, unterhalten wurden.

Mehrere Artikel erschienen im »Blick« und »Sonntagsblick« wo ebenfalls, wohl aus Gründen der visuellen Attraktivität, Elisabeth Teissier im Vordergrund stand. Einen eher oberflächlichen Bericht brachte auch der »Züri Leu« am 24. April, unter dem etwas fragwürdigen Titel »Astrologie: Das Osterwunder von Zürich«. Die in diesem Sektor der Presse verwendeten Begriffe wie z.B. »Ersatz-Religion«, »übersinnlich veranlagte Heilspender«, »mystische Seelenhelfer«, »magischer Medizinmann«, entsprechen dem dort üblichen Stil und somit weniger einer ernst zu nehmenden Berichterstattung.

Das Schweizer Fernsehen befasste sich sowohl in der Tagesschau, wie auch am 16. April in der Sendung »Blickpunkt« mit dem Kongress. In dieser Sendung wurden Bruno und Louise Huber mit einer Beratergruppe sowie Claude Weiss mit seinem Astrodata-Computer interviewt. Trotz der knappen, 10-minütigen Sendung gelang es, einen klaren Einblick in die Astrologie als Lebenshilfe zu vermitteln, während das Zweite Deutsche Fernsehen am 21. April in der Sendung »Drehscheibe« einen - leider etwas einseitigen – Rückblick auf das Treffen in Zürich ausstrahlte.

Alles in allem: Das Echo des Weltkongresses in den Medien hat die Erwartungen ganz wesentlich übertroffen. Das Interesse weiter Bevölkerungsschichten wurde geweckt, mancheirrige Vorstellung über ihre Bedeutung und ihre Möglichkeiten berichtigt und ein kräftiger Ansporn für die Wiederholung dieser Veranstaltung in einigen fahren geschaffen.