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Titel Ausgabe 3



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Zurück Ausgabe 3 vom 23.08.1981 • Seite 15ohne Login!

• Grundwissen

Tierkreis: Jungfrau – Waage

Louise Huber

Jungfrau
Das Jungfrauzeichen gehört zum veränderlichen Kreuz und ist ein Erdzeichen. Um die Qualitäten dieses Zeichens besser zu verstehen, können wir die Natur beobachten. Während des Jungfrau-Monats September wird alles in der Natur ruhiger. Die feurigen, expansiven Kräfte des Löwezeichens treten zurück, und auch der Mensch wird besinnlicher. Man kann sich einen Augenblick zurücksetzen, ausruhen und warten, bis «die Früchte des Feldes ausgereift» sind.

Jungfrau-Geborene können ihre Hände nicht eher in den Schoss legen, bis sie ganz sicher sind, dass alles in Ordnung ist, dass sie alles getan haben, was getan werden musste. Erst wenn sie überzeugt sind, dass sie ihre Pflichten und ihre Arbeiten erledigt und ihren Teil zur Verbesserung der Umstände beigetragen haben, können sie in Ruhe warten, die Früchte ernten und gemessen und den verdienten Lohn empfangen.

Das Jungfrau-Symbol
Das Warten-Können und Ausreifen-Lassen sind geistige Qualitäten des Jungfrauzeichens und verbinden direkt mit dem inneren Werden und Sein. Das sieht man deutlich im Jungfrau-Symbol mit den drei geschlossenen Bögen, die das innere Wesen verhüllen und beschützen. Sie tut alles, um die Sicherheit zu gewährleisten, dass nichts Schädliches oder Gefährliches eindringen kann. Sie hält alles in Ordnung und sichert so die menschliche Existenz. Die Jungfrau ist stets darauf bedacht, ihre eigenen und die Mängel anderer zu beseitigen, Bildungslücken aufzufüllen. Bekanntlich findet die Jungfrau an den meisten Dingen noch etwas zu kritisieren, zu verbessern, auszufeilen, noch perfekter zu machen.

Vom esoterischen Standpunkt aus hat das Jungfrauzeichen die Aufgabe, die verborgene, geistige Wirklichkeit zu behüten, zu nähren und schliesslich zu offenbaren. Die Mutter behütet den Keim des Christuslebens, die Materie bewacht, nährt und hegt die verborgene Seele so lange, bis sie in Erscheinung tritt, wenn die Zeit erfüllt ist.

Dies wird auch im Saatgedanken deutlich, der etwas geheimnisvoll klingt:
«Ich bin die Mutter und das Kind, Ich bin Gott, ich bin Materie.»

Waage
Das Waage-Zeichen ist im Horoskop das DU-Zeichen. Es steht am weitesten im DU-Raum auf der rechten Seite des Horoskopes und hat mit Kontakt und menschlichen Beziehung im besonderen Masse zu tun. Ohne das DU, ohne einen Partner, kann die Waage nicht wirklich glücklich sein. Sie sucht immer nach dem richtigen Partner, nach dem echten harmonischen Ausgleich, nicht nur in den menschlichen Beziehungen, sondern auch in Liebe und Ehe. Im Kontaktbereich spielen sich auch meistens die Entwicklungs- und Entscheidungskrisen ab, welche die Waagegeborenen immer wieder aus ihrem Gleichgewicht bringen.

Das Waage-Symbol

Es zeigt zwei Waagschalen, die auf einer geraden Linie ruhen. Beide Schalen sollen immer im Gleichgewicht sein. Die Waagegeborenen ringen auch ständig um ihr Gleichgewicht, sei dies mit dem Partner oder mit inneren Wünschen und Zielen. Gleich dem Zünglein an der Waage reagieren sie auf die leiseste Unebenheit, die geringste Störung in ihrer Umwelt. Während des Waagemonats können wir uns bewusst in die Mitte der ständig wechselnden inneren und äusseren Einflüsse stellen, dann identifizieren wir uns mit dem Zünglein an der Waage und erlangen dadurch jenen dynamischen Gleichgewichtspunkt, der tief in unserem Innern ruht. Von dorther, also aus unserer eigenen Mitte heraus, können wir flexibel auf die sich stets verändernden Lebenssituationen reagieren. Wir sind dann nicht mehr so anfällig auf jede Störung von aussen, nicht mehr sofort für oder gegen eine Sache oder einen Menschen, sondern fähig, eine Brücke des Verste-hens und des Ausgleichs zwischen sich widerstreitenden Kräften zu schaffen. Es ist der «messerscharfe Pfad», den wir jetzt finden und gehen können. Nicht umsonst wird die entwickelte Waage als Richterin mit verbundenen Augen dargestellt, weil sie aus einem inneren Gerechtigkeitsgefühl heraus weiss, was richtig und was falsch ist.

Der esoterische Saatgedanke lautet:
«Ich wähle den Weg, der zwischen den beiden grossen Kraftlinien hindurchführt.»

Auszüge aus dem Buch «Die Tierkreiszeichen, Reflexionen, Meditationen» von Louise Huber.