Astrolog-Archiv

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Titel Ausgabe 87



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Zurück Ausgabe 87 vom 23.08.1995 • Seite 24nur mit Login!

• Deutungspraxis

Zur inneren Dynamik von Zeichen und Häusern

Hajo Merz

Es könnte so gewesen sein: ein Studiosus der Astrologie sass eines Nachts lange am PC, und plötzlich begannen die Farben des Zodiaks eines dargestellten Horoskopes zu oszillieren, bis sie nicht mehr scharf zu unterscheiden waren. Ein einzelnes Zeichen war nicht mehr isoliert zu betrachten, ohne dass sich die Farben der benachbarten Zeichen frech einmischten. Zu allem Überfluss sah das verschwommene Bild auch noch richtig schön aus.

Inwiefern der veredelte Saft roter Trauben oder die anhaltende Ausstrahlung der drei Elektronenkanonen des Monitors mitbeteiligt waren, sei dahingestellt. Doch das optische Phänomen ist bekannt. Wir können unseren Augenfocus "unscharf" stellen, einen Punkt hinter dem geschauten Objekt fixieren und nur so zum Beispiel aus für diesen Zweck angefertigten zweidimensionalen Vorlagen, dreidimensionale Bilder werden lassen. Da es nicht dieses Nachtmenschen Art war, seltsame Wahrnehmungen allzu vorschnell als Illusionen zu deklarieren, um sie sogleich beruhigt abtun zu können, versuchte er mit dem relativ frischen Kopf des folgenden Tages, den scharf erinnerten unscharfen Eindrücken etwas, wenn möglich obendrein plausibles, abzugewinnen. Heraus kam folgender Gedankengang, den er als mögliche Sichtweise gerne weitergeben möchte, um den geneigten Leser ebenfalls zu eigenen Assoziationen im Reich der farbigen Sinne anzuregen.

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