Astrolog-Archiv

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Titel Ausgabe 125



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• Astrologie & Psychologie

Das Familien-Dreieck

Liz Greene

Freud hat seine Idee vom ödipalen Dreieck in einen sehr engen Rahmen gestellt. Seiner Meinung nach fühlen wir uns leidenschaftlich zum Elternteil des anderen Geschlechts hingezogen und treten in Rivalitätzum Elternteildes gleichen Geschlechts. Die Art und Weise, wie das ödipale Dreieck der Kindheit bewältigt wurde - was sich auf die Reaktionen der Eltern wie auf das eigene Temperament bezieht -, wird unweigerlich unsere späteren Beziehungen beeinflussen. Wenn es uns tatsächlich gelungen sein sollte, die ausschliessliche Liebe des Elternteils des anderen Geschlechts zu «gewinnen » - und die Betonung liegt hier auf tatsächlich -, wird das später zu viel Leid führen, weil wir niemals gelernt haben zu teilen und uns abzugrenzen.
Wir blasen uns mit einer falschen infantilen Macht auf, weil wir glauben, den Rivalen aus dem Feld geschlagen zu haben. Uns entgeht, dass im Dunkeln liegende Beweggründe des angebeteten Elternteils eine grosse Rolle gespielt haben mögen. Wenn ein Vater oder eine Mutter den Partner durch das Kind «ersetzt», lässt das auf eine elterliche Verbindung mit grossen Problemen schliessen. Das Kind aber weiss davon natürlich nichts und fühlt sich allmächtig.
Die selbstverliebte Identifikation mit einem Elternteil kann der Grund für die spätere Unfähigkeit sein, mit Enttäuschungen in Beziehungen zurechtzukommen. Und dementsprechend sind dann auch die Beziehungen zu Menschen des eigenen Geschlechts gestört.

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